Quatuor Mosaïques
„… in einem Mosaik scheint jedes Detail auf das wunderbarste durchdacht, das Auge jedoch erfasst es in seiner Ganzheit. So wie sich das Bild – aus der idealen Distanz betrachtet – für das Auge zusammenfügt gilt es, durch einen sorgfältigen Blick auf das Detail, auch für das Ohr bestmögliche Hörbedingungen zu schaffen, damit sich aus der Distanz des Hörers das Dargebotene gleichsam Stein für Stein zusammenfügt und als Ganzes wahrgenommen wird…“
Christophe Coin
Das Quatuor Mosaïques wurde 1987 gegründet. Die drei Österreicher und der französische Cellist Christophe Coin lernten einander bei der Zusammenarbeit im Ensemble Concentus Musicus Wien von Nikolaus Harnoncourt kennen. Dort wurde die Idee geboren, die gemeinsamen langjährigen Erfahrungen im Bereich „Originalinstrumente“ am klassischen Streichquartett zu erproben. Dabei stand von vornherein nicht eine museale „Authentizität“ im Vordergrund, vielmehr sollte die lebendige Verbindung zur großen europäischen Quartett-Tradition immer spürbar bleiben. So gingen etwa vom legendären Végh-Quartett, dessen Mitglied Erich Höbarth drei Jahre lang war, wesentliche Impulse aus. Es muss letztes Ziel jeder Interpretation bleiben, den inneren geistigen Reichtum der Musik zu offenbaren:
Heute wird das Quatuor Mosaïques immer wieder als eines der führenden Streichquartette der Gegenwart bezeichnet. Dies ist durch viele preisgekrönte Einspielungen belegt, so wurde das Ensemble unter anderem für seine Haydn-Einspielungen mehrfach mit dem „Gramophone Award“, einem der wichtigsten Preise der Musikwelt, ausgezeichnet. Kammermusikalische Höhepunkte sind die gemeinsamen Konzerte mit den Pianisten András Schiff und Patrick Cohen, den Klarinettisten Wolfgang und Sabine Meyer und den Cellisten Miklós Pérenyi und Raphael Pidoux.
2006 folgte das Ensemble einer Einladung nach Spanien, wo es auf dem berühmten Stradivari-Quartett des spanischen Königshauses die Quartette von J. C. Arriaga aufführte und anschließend auf CD einspielte. Zuletzt gastierte das Quatuor Mosaïques im Rahmen der Kammermusik-Reihe der Essener Philharmonie im Februar 2011 mit großem Erfolg im RWE-Pavillion in Essen. Das Quatuor Mosaïques verfügt über ein außerordentlich umfangreiches Repertoire, von selten gespielten Werken (Pleyel, Tomasini, Werner, Jadin, Gross, Boëly…) über die Hauptwerke der Wiener Klassik bis zu Schumann und Brahms. Zunehmend werden auch Werke des frühen 20. Jahrhunderts in die Programme aufgenommen (Debussy, Bartók, Webern …) Die Diskographie umfasst derzeit Werke von Arriaga, Beethoven, Boccherini, Boëly, Haydn, Jadin, J. B. Gross, Mendelssohn, Mozart und Schubert.
Erich Höbarth, Violine
Andrea Bischof, Violine
Anita Mitterer, Viola
Christophe Coin, Violoncello
