Christopher Hinterhuber
Axel Papenberg am Konservatorium Klagenfurt sowie Rudolf Kehrer, Avo Kouyoumdjian und Heinz Medjimorec an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wo er sein Studium mit Bachs Goldberg-Variationen und einstimmiger Auszeichnung beschloss, waren Christopher Hinterhubers Lehrer. 1996 bis 1998 studierte er auch an der Accademia pianistica „Incontri col Maestro“ in Imola, Italien, bei Lazar Berman und Leonid Margarius. Weitere künstlerische Anregungen verdankt er unter anderem Oleg Maisenberg und Vladimir Ashkenazy. Eine lange Reihe von Preisen bei wichtigen internationalen Wettbewerben steht zu Buche.
Christopher Hinterhuber war als Solist bei zahlreichen Klavierabenden und Orchesterkonzerten im In- und Ausland zu hören: Unter Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Dennis Russell Davies, Bertrand de Billy und Beat Furrer spielte er u. a. mit dem Radio-Sinfonieorchester Wien, dem MDR-Orchester Leipzig, dem Orchestre Philharmonique Luxemburg, dem Tonkünstlerorchester NÖ oder dem Mozarteum-Orchester Salzburg. Klavier- und Kammermusikabende gab er in vielen musikalischen Zentren auf allen Kontinenten.
2002/03 vertrat er Österreich zusammen mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja in der Reihe „Rising Stars“. Zu den Festivals, bei denen er regelmäßig zu Gast ist, gehören u. a. die styriarte in Graz, der Carinthische Sommer in Ossiach, das Klavierfestival Ruhr und der Prager Herbst. Für 2011/12 standen Konzerte in vielen europäischen Ländern sowie Korea und Japan auf dem Programm u. a. mit Frederic Rzewskis monumentalen 36 Variationen über „The People United Will Never Be Defeated“.
Ein bemerkenswertes Projekt war die Aufnahme in Ton (Schubert, Rachmaninow, Schönberg) und Bild (Christopher Hinterhubers Hände) für den französisch-österreichischen Film „Die Klavierspielerin“ nach Elfriede Jelinek in der Regie von Michael Haneke (prämiert mit dem Großen Preis der Jury in Cannes 2001).
Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit ist die Kammermusik mit Kollegen wie Rainer Honeck, Ernst Kovacic, Christian Altenburger, Claudio Bohorquez sowie dem Hugo-Wolf, Ysaye- und Prazakquartett. 2010 wurde er als Universitätsprofessor im Hauptfach Klavier an die Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien berufen.
