Pierre-Laurent Aimard
Klavier & Leitung
„Ich erachte Pierre-Laurent Aimard als den führenden Interpreten von zeitgenössischer Klaviermusik. Gesichert hat er sich diesen herausragenden Platz durch seine technische Meisterschaft, durch die Tiefe seiner Empfindung und deren facettenreiche Schattierungen sowie durch seine totale Identifikation mit dem Geist eines jeden Werkes.“ (György Ligeti)
Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard wurde 1957 in Lyon geboren und studierte am Pariser Konservatorium. Im Alter von zwölf Jahren begegnete er Olivier Messiaen und wurde in kurzer Zeit zum berufenen Interpreten seiner Werke. Bereits im Alter von 15 Jahren gewann Aimard den renommierten Messiaen-Preis, was den Beginn seiner internationalen Karriere markieren sollte. Seitdem ist er auf der ganzen Welt aufgetreten, unter anderem mit Dirigenten wie Kent Nagano, Andrew Davis, Giuseppe Sinopoli und Pierre Boulez.
Letzterer gründete 1976 das Ensemble InterContemporain (EIC) und berief Aimard zum Solopianisten. 18 Jahre blieb Aimard dem EIC treu, lernte in dieser Zeit eine große Bandbreite Neuer Musik kennen und entwickelte sich zu einer der Schlüsselfiguren dieses Repertoires. Seine Arbeit brachte ihn mit den führenden Komponisten wie Stockhausen, Ligeti und Kurtág zusammen, aber er förderte auch Nachwuchskomponisten wie George Benjamin und Marco Stroppa durch die Aufführung ihrer Werke.
Gleichzeitig blieb Aimard dem „traditionellen“ Klavierrepertoire als Solist und Kammermusiker treu. Regelmäßig trat er mit führenden Orchestern auf. Gemeinsam mit Nikolaus Harnoncourt spielte er hier bei der styriarte alle Werke Beethovens für Klavier und Orchester, Konzerte, die auch auf CD dokumentiert vorliegen. Beim Grazer Festival startete er im Jahre 2005 gemeinsam mit dem Chamber Orchestra of Europe einen Zyklus mit Klavierkonzerten Mozarts. Der CD-Mitschnitt dieses ersten Konzertes 2005 erntete weltweit Jubelkritiken, „Die Zeit“ urteilte sogar: „Dies ist eine der schönsten Mozart-Aufnahmen aller Zeiten.“
Aimard nimmt derzeit exklusiv für die Deutsche Grammophon auf. Bachs „Kunst der Fuge“, seine erste DG-CD, erhielt den Diapason d’Or und den Choc du monde de la musique. Diese Einspielung ist auch der Topseller bei den Klassik-iTunes-Downloads. Zu weiteren Preisen gesellt sich noch ein Grammy für die Einspielung von Charles Yves’ „Concord Sonata“ und Yves-Liedern mit Susan Graham.
Die highlights der Saison 2011 beinhalteten Konzertauftritte mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst in Cleveland und auf USA-Tournee, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Mahler Chamber Orchestra bei Gastspielen in Deutschland und Wien und dem Chamber Orchestra of Europe mit Mozart-Konzerten bei der styriarte und in Paris, sowie Schuberts Winterreise mit Thomas Quasthoff bei den Salzburger Festspielen. Recitals in Deutschland, Eindhoven, Brügge, Wien, London, Luxemburg, Princeton, Atlanta, China und Japan rundeten die Saison ab. Anlässlich Liszts 200. Geburtstag erscheint Aimards Doppelalbum mit Kompositionen von Liszt und Werken von dessen Zeitgenossen und Nachfolgern.
Für 2012 plant der Pianist bislang Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouworkest, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, sowie zahlreiche Recitals in Europa, den USA und China.
