Andrés Orozco-Estrada

Dirigent

Andrés Orozco-Estrada wurde 1977 in Medellin (Kolumbien) geboren. Neben einem früh begonnenen Violinstudium nahm er ab 1992 auch Dirigierunterricht. 1997 kam er nach Wien, wo er in die Dirigierklasse von Uros Lajovic an der Musikuniversität aufgenommen wurde. Im Frühjahr 2003 schloss er sein Studium mit einem Dirigat des Radio-Symphonieorchesters Wien im Wiener Musikverein ab.

Ebendort sprang Orozco-Estrada im Juni 2004 kurzfristig bei einem Festwochen-Konzert des NÖ Tonkünstler-Orchesters ein. Dieses Konzert führte zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Orchester und gipfelte vorerst in seiner Berufung zum Chefdirigenten mit Beginn der Saison 2009/10. Gleichzeitig wurde Andrés Orozco-Estrada auch Chefdirigent des Baskischen Nationalorchesters Orquesta Euskadi.

In eben diese Position wurde er nach einem begeistert aufgenommenen Konzert 2005, seinem Debüt bei der styriarte, für das Orchester recreation bestellt. Neben Abonnementserien dirigierte er seither auch regelmäßig Konzerte der styriarte. Ferner stehen auch immer wieder Projekte mit dem Kolumbianischen Nationalorchester und den Philharmonikern von Bogotá auf seinem Terminplan. Als Gast dirigierte er darüber hinaus bereits u. a. die Wiener Symphoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Philharmoniker Hamburg, die Bamberger Symphoniker, das Trondheim Symphony Orchestra und die Slowakische und Slowenische Philharmonie. Auch für eine Italien-Tournee mit dem Orquesta Euskadi in der Saison 2008/09 fand sich, zum Glück der ZuhörerInnen, Platz im dicht gedrängten Kalender des Dirigenten.

Erstaunlich, dass Orozco-Estrada dabei noch genügend Zeit für das Musiktheater bleibt. Aufführungen unter seiner Leitung von Opern wie „Die Entführung aus dem Serail“ in Stuttgart oder „La Bohème“ an der Kolumbianischen Nationaloper in Bogotá zeugen jedoch von seiner Leidenschaft auch für diese Kunstform.

Andres Orozco-Estrada, Foto: Werner Kmetitsch