Elisabeth Orth
Elisabeth Orth wurde 1936 als älteste von drei Töchtern des berühmten Schauspielerehepaares Paula Wessely und Attila Hörbiger in Wien geboren. Sie trat in die Fußstapfen ihrer berühmten Eltern und absolvierte das Max-Reinhardt-Seminar. Danach folgten erste Engagements am Volkstheater und am Theater der Courage in Wien. Weitere wichtige Theaterstationen waren das Ulmer Theater, die Bühnen der Stadt Köln, die Schaubühne Berlin und das Bayerische Staatsschauspiel München.
Am Wiener Burgtheater debütierte Elisabeth Orth 1965, seit 1973 ist die Kammerschauspielerin Ensemblemitglied im renommierten Haus am Ring.
Nach mehreren Jahren an der Schaubühne Berlin spielt Elisabeth Orth seit Beginn der Ära Bachler wieder am Wiener Burgtheater. So war sie in den vergangenen Jahren in zahlreichen Rollen am Burgtheater zu sehen. Unter der Regie von Andrea Breth spielte sie 2002 außerdem auch bei den Salzburger Festspielen.
Im Februar 2006 gab es im Burgtheater eine Festvorstellung aus Anlass des 70. Geburtstages der Schauspielerin: An diesem Abend wurde Maria Stuart zum 70. und zum letzten Mal in dieser Inszenierung aufgeführt.
Neben ihrem Bühnenengagement war "die Orth" auch für Film und Fernsehen tätig und wirkte in zahlreichen Produktionen mit.
Im Kino war sie unter anderem in Stefan Ruzowitzkys preisgekröntem Heimatdrama "Die Siebtelbauern" (1997) zu sehen.
Elisabeth Orth macht aber nicht nur als Schauspielerin von sich reden, sondern auch durch ihr sozialpolitisches Engagement gegen Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit.
Elisabeth Orth hält weiters Lesungen und Vorträge und ist schriftstellerisch tätig. 1975 veröffentlichte sie ihr Buch "Märchen ihres Lebens - Meine Eltern Attila Hörbiger und Paula Wessely". Bis zum Jahr 2000 war sie außerdem Kolumnistin der katholischen Wochenzeitung "Die Furche".
Elisabeth Orth erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde 2010 zur Hörspiel-Schauspielerin 2009 gewählt.
