Florian Boesch

Bass

Florian Boesch erhielt seinen ersten Gesangsunterricht bei Kammersängerin Ruthilde Boesch. Ab 1997 studierte er an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, in den letzten Jahren Lied und Oratorium bei Kammersänger Robert Holl. Ende 2003 debütierte der junge Bariton am Opernhaus Zürich als Papageno. Seither folgten Auftritte an der Wiener Volksoper, am Staatstheater Stuttgart, bei den Salzburger Festspielen und Pfingstfestspielen, den Bregenzer Festspielen, an der Staatsoper Hamburg, am Theater an der Wien, am Bolshoi-Theater Moskau, in Los Angeles und Tokio.

Daneben konnte sich Florian Boesch auch auf dem Konzertpodium einen Namen machen und gastierte bereits in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Adam Fischer, Martin Haselböck und Nikolaus Harnoncourt. Im Herbst 2010 führte ihn die Concentus-Musicus-Tournee mit Haydns „Schöpfung“ und der „Messe in h“ auch nach Japan. Unter vielen, vielen Auftritten in der aktuellen Saison feiert Florian Boesch sein Debüt mit den Berliner Philharmonikern (Beethovens „Messe in C“/Harnoncourt), der Staatskapelle Dresden (Bachs „Weihnachtsoratorium“/Thielemann) oder mit den Bamberger Symphonikern (Haydns „Die Jahreszeiten“/Norrington). Im Großen Festspielhaus Salzburg singt Boesch unter Ivor Bolton Mendelssohns „Elias“.

Florian Boesch zählt mittlerweile zu den gefragtesten Liedsängern seiner Generation und wird für Sololiederabende weltweit eingeladen. Im Februar 2010 präsentierte er sich erfolgreich als Liedsänger in den USA und Kanada. Auf CD sind bisher „Schumann – Heine Lieder“, „Loewe – Songs & Ballads“ und im Oktober 2011 ist Franz Schuberts Liedzyklus „Winterreise“ erschienen.

Freilich feiert Florian Boesch auch auf den Opernbühnen Triumphe: Titelfigur in Alban Bergs „Wozzek“ an der Oper Köln, Salzburger Festspiele 2009 Guglielmo in der Neuproduktion von „Così fan tutte“, beim Scottish Chamber Orchestra sang er unter Robin Ticciati „Don Giovanni“; in Wien, Hamburg und Versailles stand er an der Seite von John Malkovich auf der Bühne.

Foto: Lukas Beck