Stefania Neonato

Hammerflügel

Die geborene Trientinerin Stefania Neonato studierte zunächst am Konservatorium ihrer Heimatstadt, ehe sie an die Internationale Klavierakademie nach Imola wechselte, die sie mit dem Master in Hammerflügel-Aufführungspraxis abschloss. Ihren Doktor der Historischen Aufführungspraxis machte sie bei Malcolm Bilson an der Cornell University, wo sie in den Jahren 2006 bis 2008 auch als wissenschaftliche Assistentin tätig war. Gleichzeitig konnte sie auch ein Studium der Literaturwissenschaften in ihrer Heimatstadt zu Ende bringen.

Die Musikerin studierte bei Riccardo Zadra, Leonid Margarius und Aldo Ciccolini und kann somit auf eine profunde Klavierausbildung verweisen. Doch erst durch ein Treffen mit dem Pianisten Alexander Lonquich begann sich ihr Interesse an historischen Instrumenten zu entwickeln. Bei ihm besuchte sie mehrere Seminare, in denen klassische und romantische Klavierliteratur auf Originalinstrumenten gespielt wurde. Dieses Interesse dehnte sie in der Folge auch auf ihr Liederrepertoire und auf Kammermusik aus, die in ihrem Wirken einen besonderen Platz einnimmt.

2005 erschien ihre erste Aufnahme: Werke von Mozart, Beethoven und Dussek, gespielt auf einem Wiener Hammerflügel aus dem Jahr 1780. Auf ihrer soeben veröffentlichten zweiten CD präsentiert sie Musik von Clementi und Beethoven auf einem Clementi-Flügel von 1822.

Stefania Neonato gewann 2007 den zweiten Preis und den Publikumspreis des Internationalen Hammerklavier-Wettbewerbs in Brügge. Nicht erst seitdem ist sie ein gern gesehener Gast auf den größten Festivals der Alten Musik. Sie betätigt sich auch als Instrumentensammlerin und schreibt regelmäßig Artikel und Essays für musikwissenschaftliche Zeitschriften und musikologische Konferenzen. Ihre Klaviersammlung beinhaltet ein Hammerklavier von Conrad Graf aus 1819, den Nachbau eines Walter & Söhne-Klaviers von Paul McNulty, ein Klavier von Daniel Dörr aus 1820, einen Pleyel, einen Erard von 1853 und einen Steinway aus 1919.

Stefania Neonato