„Elisabeth Kulmans interessantes Timbre könnte süchtig machen.“
Wiener Zeitung
Die österreichische Mezzosopranistin und Altistin Elisabeth Kulman schlug erst spät den Weg zu einer professionellen Gesangskarriere ein. Zunächst studierte sie Russisch, Finno-Ugristik und Musikwissenschaft an der Universität Wien und betätigte sich nebenbei als Sängerin im Pop- und Jazz-Bereich sowie in Wiens Konzertchören.
1995 entschied sie sich für ein klassisches Gesangsstudium an der Wiener Musikuniversität und wurde von Helena Lazarska, mit der sie bis heute zusammenarbeitet, ausgebildet. 2001 schloss sie mit Auszeichnung ab.
Im Sommer 2004 vollzog sie den Wechsel ins Mezzosopran- und Altfach und erhielt im Rahmen der Internationalen Sommerakademie Salzburg für ihre Interpretation der Wesendonck-Lieder den Preis der Salzburger Festspiele. Sie sang an der Opéra National de Paris, debütierte 2005 als Carmen an der Volksoper Wien und verkörperte die Rolle 2007 auch an der Berliner Staatsoper unter den Linden. Seit 2006 ist Elisabeth Kulman an der Wiener Staatsoper in zahlreichen Rollen zu erleben. Bei den Salzburger Festspielen 2010 gab sie in der Titelpartie von Glucks „Orfeo ed Euridice“ unter der Leitung von Riccardo Muti ihr umjubeltes Debüt.
Zukünftige Debüts schließen Venus (Tannhäuser) in Tokio 2012, Smeton in Donizettis „Anna Bolena“ (mit Netrebko, Garanca) an der Wiener Staatsoper sowie eine Monteverdi-Rolle im Theater an der Wien ein.
Neben der Oper liegt ein Schwerpunkt ihrer musikalischen Tätigkeit im Konzertbereich. Als international gefragte Solistin mit großer Bandbreite arbeitet sie regelmäßig mit den Wiener Philharmonikern und Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock, Hansjörg Albrecht oder Sebastian Weigle zusammen. Mit besonderer Hingabe widmet sich Elisabeth Kulman auch dem Liedgesang. 2007 gab sie gemeinsam mit dem Klavierbegleiter Walter Moore ihr Debüt im Wiener Musikverein, 2010 mit Eduard Kutrowatz im Wiener Konzerthaus. Daneben verwirklicht die vielseitige Sängerin auch unkonventionelle Projekte: Mit einem internationalen Jazzquartett erarbeitete sie das Programm „Mussorgsky Dis-Covered“, und mit dem Ensemble Amarcord Wien singt sie Mahler-Lieder in eigenen Bearbeitungen.