Der in Vorau in der Steiermark geborene Tenor Johannes Chum erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Solist der Wiener Sängerknaben und studierte später Lied und Oratorium bei Kurt Equiluz in Wien.
Nach der Mitwirkung an Oratorienaufführungen wurde der Sänger von renommierten Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt und René Jacobs entdeckt und verpflichtet.
Nach den ersten Erfolgen auf österreichischen Bühnen in den frühen 90er Jahren, fasste Johannes Chum auch im Opernfach schnell Fuß. Inzwischen zählt er zu den führenden Vertretern seines Faches auf den Bühnen der Salzburger Festspiele, der Berliner Staatsoper Unter den Linden, des Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, der Bregenzer Festspiele, der Wiener Volksoper, der Opéra Bastille in Paris, in New York und Barcelona sowie bei der Mozartwoche in Salzburg.
Gleichermaßen zu Hause fühlt sich Johannes Chum am Konzertpodium. Besondere Erwähnung verdienen eine Europatournee mit Berlioz’ „Benvenuto Cellini“ und „Das Buch mit sieben Siegeln“ im Gewandhaus Leipzig und im Wiener Musikverein sowie das „Lied von der Erde“ unter Kristjan Järvi beim Musikfest Bremen. Johannes Chum war zu Gast beim Lucerne Festival und interpretierte den Belmonte in einer Neuinszenierung der „Entführung aus dem Serail“. Im Rahmen der Salzburger Festspiele gab er den Don Curzio in „Le nozze di Figaro“, bei der Salzburger Mozartwoche den Tamino („Die Zauberflöte“) in der Inszenierung von Harry Kupfer. Im Wiener Musikverein sang er Beethovens Messe in C-Dur unter Fabio Luisi, in Leipzig und London den Evangelisten in J. S. Bachs Matthäus-Passion unter Riccardo Chailly sowie „Carmina Burana“ beim Musik-Festival Grafenegg unter Kristjan Järvi. In der vergangenen Saison war Johannes Chum in Henzes „Der Prinz von Homburg“ am Theater an der Wien zu hören sowie an der Komischen Oper Berlin in Offenbachs „La Périchole“.
Im Jahr 2000 wurde Johannes Chum mit der Eberhard-Waechter-Medaille ausgezeichnet, im Mai 2002 mit dem Karl Böhm Interpretationspreis des Landes Steiermark.