Geboren in Bratislava, studierte Luba Orgonášová Klavier und Gesang am Konservatorium und der Musikhochschule ihrer Heimatstadt. Ihre Karriere startete sie vorerst in Deutschland, 1988 erhielt sie einen Gastvertrag an der Wiener Volksoper und kurz darauf feierte sie an der Wiener Staatsoper in den Rollen der Donna Anna und Pamina ihr umjubeltes Debüt.
Als eine der letzten „Entdeckungen“ Herbert von Karajans wurde die Sopranistin noch vom Maestro persönlich eingeladen, anlässlich der Neuproduktion von Fidelio bei den Salzburger Oster- und Sommerfestspielen 1990 die Marzelline zu singen.
Ihrem Aufsehen erregenden Rollendebüt als Konstanze (Die Entführung aus dem Seraille) 1990 in Paris folgten bald darauf Engagements an den renommiertesten Opernhäusern und Festivals. So führte sie ihr Weg als Donna Anna und Konstanze nach Hamburg, sie sang in Covent Garden, an der Deutschen Oper Berlin, in Amsterdam und Bonn bei den Wiener Festwochen, weiters in München, Chicago, Madrid, Barcelona, Bilbao, Lissabon, Köln sowie an der Pariser Opéra Bastille.
Die Türen waren geöffnet zu Engagements mit den bedeutendsten Orchestern und größten Dirigenten in Opernhäusern, Festspielen und Konzertsälen auf der ganzen Welt.
Sie sang nahezu alle lyrischen Sopranpartien der Opern von Mozart, ihr italienisches Repertoire umfasst Verdis La Traviata, Puccinis La Bohème, Belcantoopern wie Bellinis La Sonnambula und I Puritani und auch deutsche Opern der Romantik wie Webers Der Freischütz und Schuberts Alfonso und Estella.
Zu ihrem umfangreichen Konzertrepertoire zählen u. a. Haydns Schöpfung, Mozarts Exsultate Jubilate , zahlreiche Werke der Sakralmusik und Konzertarien, Beethovens Christus am Ölberger, Missa Solemnis und 9. Symphonie, Schuberts Lazarus, Messen und andere Vokalwerke, Verdis Messa da Requiem, Dvořáks Requiem, Stabat Mater and Te Deum, Mahlers Symphonie Nr. 2 und Nr. 4, Strauss’ Vier letzte Lieder, Janáceks Glagolitische Messe, Szymanowskis Stabat Mater und Poulencs Gloria.
Ihre umfangreiche Discographie umfasst Einspielungen von Schuberts Messen (As und Es Dur) sowie Webers Freischütz unter Nikolaus Harnoncourt, Beethovens 9. Symphonie, Verdis Requiem und Brittens War Requiem unter Sir John Eliot Gardiner, um nur einige zu nennen.
In der Saison 2011/12 wird Luba Orgonášová u. a. in Haydns Salve Regina und Harmoniemesse im Wiener Musikverein, in Verdis Requiem mit dem MDR Sinfonieorchester unter Jun Märkl im Gewandhaus Leipzig und in der Frauenkirche in Dresden, in Lobgesang mit dem Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly in Leipzig und im Vatikan sowie mit Mahlers 4. Symphonie auf Europatournee zu hören sein.