Geboren 1981, absolvierte Saimir Pirgu zunächst ein Violinstudium in seiner Heimatstadt Elbasan in Albanien. Gesang studierte er erst anschließend an den Konservatorien von Tirana und Bozen bei Vito Brunetti, der immer noch sein Lehrer ist. Seine Stimme ließ die Juroren bei wichtigen Wettbewerben aufhorchen: So öffnete ihm die Auszeichnung als „Bester junger Sänger“ beim Umberto-Sacchetti-Wettbewerb in Bologna 2001 den Weg zu den Siegen beim Internationalen „Caruso“-Gesangswettbewerb in Mailand und beim „Tito-Schipa“-Bewerb in Lecce 2002. Seine jüngste Auszeichnung ist der „Franco Corelli“-Preis, der ihm 2009 im Teatro delle Muse in Ancona verliehen wurde.
Sein Debüt feierte Saimir Pirgu beim Rossini Opera Festival in Pesaro als Belfiore in „Il Viaggio a Reims“. 2004 folgt dann der große Durchbruch. Nachdem ihn Claudio Abbado gehört hat, debütiert der junge Sänger zum ersten Mal in einer Mozart-Oper, und zwar als Ferrando in „Così fan tutte“ in Ferrara, Reggio Emilia und Modena. Nach seiner ersten Aufführung in seiner Heimat Albanien als Nemorino im „Elisir d’amore“ an der Nationaloper Tirana unter Gianluigi Zampieri gibt ihm Staatsoperndirektor Ioan Holender die Gelegenheit, in Wien als Nemorino zu debütieren. Für dieses Debüt wird er auch mit der prestigevollen Eberhard-Waechter-Gesangsmedaille ausgezeichnet. Seinen ersten Auftritt bei den Salzburger Festspielen hatte er 2004 als Ferrando in „Così fan tutte“ unter Philippe Jordan.
Seither ist er an allen großen Häusern der Welt zu Gast: in Zürich, Madrid und Bilbao, Bologna und Rom, in München und Berlin. Er arbeitet mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Lorin Maazel, Daniele Gatti, Seiji Ozawa, Franz Welser Möst, Gustav Kuhn, James Conlon, Antonio Pappano und Nikolaus Harnoncourt.
Styriarte-Besuchern ist er noch bestens in der Titelrolle aus der Idomeneo-Opernproduktion mit Nikolaus Harnoncourt aus dem Jahre 2008 in Erinnerung.