Anton Steck

Violine

Anton Steck zählt international zu den wenigen renommierten Geigern, die sich der Musik vor 1840 verschrieben haben. Seine Karriere ist sowohl geprägt von weitreichenden Neuentdeckungen im Geigen- und Quartett-Repertoire, als auch von einer klanglich neuen Definition bekannter Meisterwerke.

Er studierte erst in Karlsruhe, bevor er sich mit dem Studium bei Reinhard Goebel am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam ganz der Barockvioline widmete. Er war über Jahre hinweg Konzertmeister der drei Orchester der Deutsche Grammophon, Musica Antiqua Köln, Les Musiciens du Louvre und Concerto Köln. 1996 gründete er das Schuppanzigh-Quartett, mit dem er regelmäßig konzertiert und CD-Produktionen macht. Anton Steck feierte 2004 sein Debüt als Operndirigent mit der als verschollen geglaubten Jomelli-Oper „L’isola disabitata“ bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Seit einigen Jahren ist Steck Professor für Barockvioline an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen.

Neben den klanglichen und stilistischen Differenzierungen der Musik stellt Anton Steck seit einigen Jahren noch einen weiteren Aspekt in den Vordergrund: Das Virtuosentum. Dass dies keineswegs im 19. Jahrhundert mit Paganini begann, beweist Steck mit der CD-Veröffentlichung von Vivaldis Violinkonzerten „Di Sfida“ („Herausforderung“). 2008 erschien das Violinkonzert des Beethoven-Freundes Ferdinand Ries, zusammen mit der Kölner Akademie unter Leitung von Michael Alexander Willens; weitere Ersteinspielungen virtuoser Violinkonzerte sind geplant.

Mit seinen beiden Kammermusikpartnern Marieke Spaans (Cembalo/Hammerflügel) und Christian Rieger (Cembalo/Orgel) ist er im Konzert und auf CD bei internationalen Festivals präsent. Zahlreiche Schallplattenpreise und Empfehlungen erhielt er für die jüngsten Einspielungen von Werken von Franz Benda, Johann Georg Pisendel und W. A. Mozarts Sonaten KV 301 bis KV 306.

Anton Steck
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