Ensemble Muzsikás

Das Ensemble Muzsikás existiert bereits seit mehr als 35 Jahren und hat es in dieser Zeit zum bekanntesten ungarischen Volksmusikensemble sowohl in seiner Heimat als auch weltweit gebracht. Muzsikás war und ist dabei die Speerspitze der ungarischen Folk-Bewegung, die zur allgemeinen Akzeptanz und Anerkennung der ungarischen Volksmusik auf der ganzen Welt führte. Anerkennung, die wiederum den Mitgliedern des Ensembles zuteil wurde, als sie 2008 den WOMEX Award for World Music verliehen bekamen.
Die Auftritte des Ensembles beschränken sich allerdings nicht nur auf solche der Volksmusik, auch im Bereich der Klassik und des Jazz und sogar der alternativen Rockmusik fühlt man sich heimisch. Dies führte zu Gastspielen in beinahe jedes europäische Land und zu Tourneen durch Asien, Nordamerika, Australien und Ozeanien, wo Muzsikás sowohl auf vielfältigen Festivals als auch in berühmten Häusern wie der Carnegie Hall in New York oder dem Concertgebouw in Amsterdam auftrat.

   
   

Besetzung:

Mihály Sipos, Violine

Mihály Sipos wurde 1948 in Budapest geboren. Die Ahnen seines Vaters waren Hirten, seine Großmutter kannte deren alte Lieder und Tänze. Sipos’ Großvater mütterlicherseits war ein großartiger Sänger und Liebhaber der klassischen Musik; die erste Geige bekam der kleine Sipos von ihm. Sipos’ Mutter nahm Klavierunterricht an der Liszt Musikakademie. Sipos wurde der Schüler einer der berühmtesten Musikschulen, die von Zoltán Kodály gegründet wurde, und begann im Alter von sieben mit dem Geigenunterricht. Er studierte elf Jahre lang klassische Violine. Im Jahr 1972 begann er sich für traditionelle Musik zu interessieren. 1973 gründete er mit zwei Freunden das Ensemble Muzsikás. Er wurde der „Primás“ der Gruppe. Neben der Geige spielt Sipos die Citera. Er fungiert als musikalischer Leiter der meisten Konzerte und Aufnahmen des Ensembles.

   

Lászlo Porteleki, Violine & Tambura

László Porteleki wurde in Budapest geboren, wuchs aber in einem kleinen transdanubischen Dorf namens Ozora auf, wo sein Großvater als Dorfmusiker die „Citera“ spielte. Als Kind lernte Lászlo Porteleki dieses Instrument und spielte gemeinsam mit seinem Großvater auf verschiedenen Dorffesten. Als er zwölf Jahre alt war, zog seine Familie nach Budapest, wo er anfing, klassische Geige zu lernen. Er besuchte regelmäßig das „dance house“ von Muzsikás und begann sich so für traditionelle Musik zu interessieren. 1976 gründete er die Volksmusikgruppe TÉKA. Von Anfang an sammelte Porteleki Volksmusik für die Academy of Science of Hungary, während er mit einheimischen Volksmusikern spielte und als musikalischer Meister galt. Er verließ TÉKA im Jahr 1991 und wurde Musiker im Honvéd Ensemble. 1996 wurde er Mitglied bei Muzsikás, wo er die Geige und die Tambura spielt und natürlich auch singt.

   

Áron Porteleki, Viola

Áron ist der Sohn von Lászlo Porteleki. Er ist ein exzellenter Bratschist und spielt in Ungarn in seinem eigenen Ensemble, der Gruppe Poros.

   

Dániel Hamar, Kontrabass & Hit-Gardon

Dániel Hamar wurde 1951 in Budapest geboren. Er fing mit sieben Jahren an, Klavier zu spielen und nahm den klassischen Bass im Alter von fünfzehn hinzu. Er war Mitglied des Symphony Orchestra des St. Stephan Gymnasiums und obwohl dieses ein Amateurorchester war, traten die besten ungarischen Solisten und Dirigenten mit ihnen auf und viele der jungen Musiker wurden später Profis. Hamar fing im Alter von 22 damit an, traditionelle ungarische Musik zu spielen. Er besuchte abgelegene Dörfer, um alte Spieltechniken zu erlernen und gründete 1973 mit Sándor Csoóri und Mihály Sipos die Gruppe Muzsikás. Er ist der Sprecher von Muzsikás und der offizielle Leiter. Dániel Hamar graduierte 1974 als Geophysiker an der Eötvös Universität und absolvierte seinen Doktor 1994 und ist dort Forschungsbeauftragter der Space Research Group. Dániel Hamar ist verheiratet und hat vier Söhne.

(c) Béla Kása
eZ Publish™ copyright © 1999-2012 eZ systems as