Der Cellist und Dirigent Heinrich Schiff kann auf eine nunmehr jahrzehntelange Karriere zurückblicken. Nach seinen Studien bei Tobias Kühne und André Navarra debütierte er 1971 in Wien und London und ist seitdem regelmäßig bei allen bedeutenden Orchestern,in den großen Musikzentren und bei den wichtigen Festivals in Europa, den USA und Japan zu Gast.
Er hat das wesentliche Cello-Repertoire von Vivaldi und Haydn bis Lutoslawski und B. A. Zimmermann auf Schallplatte eingespielt. Neben seiner mehrfach ausgezeichneten Einspielung der Bach Solosuiten und den Schostakowitsch Cellokonzerten (für letztere erhielt er den „Grand Prix du Disque“) hat Heinrich Schiff u. a. das Dvorak Cellokonzert (mit den Wiener Philharmonikern unter André Previn) und das Schumann Cellokonzert (mit den Berliner Philharmonikern unter Bernard Haitink) aufgenommen. Begeistertes Echo fand auch die im Jahr 2000 veröffentlichte Gesamtaufnahme von Beethovens Werken für Cello und Klavier mit Till Fellner.
Auch der Kammermusik gilt Heinrich Schiffs besonderes Interesse. Eine sehr erfolgreiche, regelmäßige Duotätigkeit verbindet ihn z. B. mit den Pianisten Till Fellner, Leif Ove Andsnes, Martin Helmchen und Polina Leschenko. Immer wieder widmet Heinrich Schiff auch Abende Bachs Solosuiten. 2008 war Heinrich Schiff mit dem Alban Berg Quartett auf dessen Abschiedstournee in Schuberts Streichquintett C-Dur zu hören. Derzeit arbeitet er regelmäßig mit dem Hagen Quartett zusammen. Darüber hinaus ist Heinrich Schiffs künstlerische Zusammenarbeit mit Frank Peter Zimmermann und Christian Zacharias im Trio besonders hervorzuheben.
In den letzten 25 Jahren hat Heinrich Schiff die Hälfte seiner künstlerischen Arbeit dem Dirigieren gewidmet. Er steht am Pult vieler großer Orchester, darunter Los Angeles Philharmonic, Philharmonia London, Orchestre de Paris, Oslo Philharmonic, Rotterdam Philharmonic, Sächsische Staatskapelle Dresden und Münchner Philharmoniker.
Heinrich Schiff spielt die berühmten Celli „La Mara“ (Stradivarius 1711) und „The Sleeping Beauty“ (Montagnana 1739).