Schumann: Adagio und Allegro in As, op. 70
Brahms: Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 in G, op. 78
Trio für Violine, Horn und Klavier in Es, op. 40
Das Leben des Junggesellen Johannes Brahms war ein Leben voller Abschiede: 1856 trug er seinen Mentor Robert Schumann zu Grabe, dessen Frau Clara in dem jungen Hamburger die ersten stürmischen Liebesgefühle geweckt hatte. Neun Jahre später sagte er im Adagio seines Horntrios seiner geliebten Mutter für immer Adieu. In der ersten Violinsonate trauerte er um Felix Schumann, seinen Patensohn, der an Tuberkulose viel zu früh gestorben war. Isabelle Faust und Alexander Melnikov, vielfach ausgezeichnet für ihre subtilen Brahms-Interpretationen, sprechen die Geheimnisse des einsamen Komponisten aus der Wiener Karlsgasse in Tönen aus. Teunis van der Zwart spielt dazu das von Brahms so geliebte Naturhorn, das er selbst in seiner Jugend erlernt hatte.