Senta Berger

actress
as Cosima Wagner

Nach der Ausbildung an der Akademie für Darstellende Kunst und am Max-Reinhardt-Seminar in ihrer Geburtsstadt Wien spielte Senta Berger zunächst am Theater in der Josephstadt und übernahm auch erste Filmrollen. Unter anderem stand sie 1958 in Anatol Litvaks Film „Die Reise“, „Der brave Soldat Schwejk“ mit Heinz Rühmann und in Bernhard Wickis „Das Wunder des Malachias“ vor der Kamera. Der Durchbruch gelang Senta Berger 1961 in der Simmelverfilmung „Es muss nicht immer Kaviar sein“ mit O. W. Fischer. Nach einigen Rollen in Hollywood-Filmen erhielt sie 1963 einen Fünf-Jahresvertrag mit den Columbia-Studios und drehte bis 1969 ausschließlich Kinofilme und Fernsehproduktionen in den USA.

Danach folgten zahlreiche Filme in Italien und Deutschland. So trat sie in den 70er Jahren, der Blütezeit des Jungen Deutschen Films, in Werken auf wie „Die Moral der Ruth Halbfass“ (1971, Regie: Volker Schlöndorff), „Der scharlachrote Buchstabe“ (1972, Regie: Wim Wenders) und „Mitgift“ (1976, Regie: Michael Verhoeven). Große Popularität bei den deutschen Fernsehzuschauern erzielte Senta Berger mit Helmut Dietls Kultserie „Kir Royal“ sowie den Serien „Die schnelle Gerdi“ und „Dr. Schwarz und Dr. Martin“.

Ihre Leistungen wurden mehrfach preisgekrönt, unter anderem mit drei Bambis, dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse. Aber am liebsten ist ihr der 1998 verliehene Karl-Valentin-Orden, „weil Karl Valentin ein moderner, ein großer und wunderbar einfacher Schauspieler war“.

Während ihrer Film- und Fernsehkarriere blieb Senta Berger der Bühne treu und war acht Jahre lang bei den Salzburger Festspielen als Buhlschaft an der Seite von Curd Jürgens und später Maximilian Schell zu sehen. Ihre weiteren Stationen: zwei Jahre Wiener Burgtheater, ein Jahr Thalia-Theater Hamburg, zwei Jahre Schiller-Theater Berlin (unter anderem Arbeiten mit Otto Schenk, Hans Hollmann und Rudolf Noelte).

Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Filmregisseur Michael Verhoeven gründete Senta Berger 1965 die Sentana Filmproduktion, aus der so preisgekrönte Filme stammen wie „Die weiße Rose“ (1982, Bundesfilmpreis), „Das schreckliche Mädchen“ (1989, unter anderem Silberner Bär und Oscar -Nominierung) und „Mutters Courage“ (1996, Bayerischer und Deutscher Filmpreis, Großer Preis von Jerusalem).

Senta Berger gestaltet immer wieder viel beachtete Rezitationsabende, bei denen sie auch Gegenwartsliteratur vorstellt, darunter Texte von Ilse Aichinger, Sarah Kirsch und Ingeborg Bachmann.

Ihr Leben fasste sie in ihren Memoiren zusammen, die sie unter dem Titel „Ich habe ja gewusst, dass ich fliegen kann“ im März 2006 veröffentlichte.

Konzerte 2012
Mein göttlicher Richard
04/07/2012 7:00 pm