Michael Maertens

actor
as Robert Schumann

Der aus einer Theaterfamilie stammende Michael Maertens erhielt seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Seine Karriere begann er mit einem Engagement am Hamburger Thalia-Theater, wo einst sein Großvater Willy Maertens Intendant und auch sein Vater und Bruder als Schauspieler engagiert waren. Weitere Stationen seiner Karriere waren das Schillertheater, das Deutsche Theater Berlin, die Münchner Kammerspiele und das Berliner Ensemble. Charakteristisch für die Karriere von Michael Maertens ist, dass er sich seit etwa Mitte der 1990er Jahre nicht auf ein Engagement an einer Bühne beschränkt, sondern immer zeitgleich mehrere Stücke an großen deutschsprachigen Häusern spielt. So pendelt er ständig zwischen Zürich, Wien und Berlin. Ab dem Jahr 2001 übernahm Maertens eine feste Stelle im Ensemble des Schauspielhauses Bochum. Unter der Regie seines Freundes, des Intendanten Matthias Hartmann, feierte er in Bochum unter anderem in Becketts „Warten auf Godot“, Turrinis „Die Eröffnung“ oder als Schillers „Der Parasit“ große Erfolge bei Kritik und Publikum.

Seit der Spielzeit 2002/03 war Maertens außerdem als regelmäßiger Gast im Burgtheater Wien zu sehen. Dort spielte er unter anderem unter der Regie von Klaus-Maria Brandauer den „Hamlet“. Mit dem damalogen Burgtheaterdirektor Klaus Bachler gab es eine Art Vereinbarung, dass Maertens pro Spielzeit jeweils in einem Stück am Burgtheater spielt. Da die Stücke in der Regel in mehreren Spielzeiten auf dem Programm stehen, war Maertens so mit mehreren verschiedenen Stücken regelmäßig im Burgtheater zu sehen. Für eine Ko-Produktion des Burgtheaters mit den Salzburger Festspielen 2005 bekam er die Rolle des Rudolf von Habsburg in Martin Kušejs Inszenierung „König Ottokars Glück und Ende“. Für diese Rolle und die Rolle des Algernon in Oscar Wildes „Ernst in das Leben – Bunbury“ wurde ihm der Nestroy-Theaterpreis 2005 in der Kategorie „Bester Schauspieler“ (geteilt mit Nicholas Ofczarek) verliehen.

Gemeinsam mit Matthias Hartmann wechselte Maertens 2005/06 von Bochum ans Schauspielhaus Zürich, wo ihm gleich für sein Debut als Arthur Schnitzlers Anatol der Gertrud-Eysoldt-Ring verliehen wurde. Seit dem Wechsel von Matthias Hartmann nach Wien als neuer Direktor des Burgtheaters zur Spielzeit 2009/2010 war auch Michael Maertens dort wieder stärker vertreten. Momentan spielt er u. a. in Shakespeares „Was ihr wollt“, Kleists „Amphitrion“ oder Schillers „Der Parasit“.

Michael Maertesn ist seit 2006 mit seiner Schauspielerkollegin Mavie Hörbiger verheiratet.

Konzerte 2012
Geliebte Clara
01/07/2012 7:00 pm
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