Heinrich Schiff
Der Dirigent und Cellist Heinrich Schiff kann auf eine nunmehr jahrzehntelange Karriere zurückblicken. Nach seinem Cellostudium bei Tobias Kühne und André Navarra debütierte er 1971 in Wien und London und ist seither regelmäßig bei allen bedeutenden Orchestern, in den großen Musikzentren und bei den wichtigen Festivals in Europa, den USA und in Japan zu Gast.
Heinrich Schiff verfolgte schon während des Studiums umfassendere musikalische Interessen, so hospitierte er u.a. in der Dirigentenklasse Hans Swarovskys. Zu Beginn seiner Karriere stand das Cello fast ausschließlich im Mittelpunkt, doch gewann das Dirigieren ab 1985 in seinen Aktivitäten zunehmend an Bedeutung. Dabei standen ihm befreundete Dirigenten immer wieder beratend zu Seite. Seit mehr als 20 Jahren nehmen nun Cellospielen und Dirigieren einen gleichberechtigten Raum innerhalb seiner Konzerttätigkeit ein.
Seit 1990 hatte Heinrich Schiff verschiedene Positionen als Chef- bzw. Erster Gastdirigent bei folgenden Orchestern inne: Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Northern Sinfonia, Copenhagen Philharmonic, Musikkollegium Winterthur, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Bruckner Orchester Linz und Wiener Kammerorchester – mit Letzterem sind nach einem überaus erfolgreichen Beethoven-Zyklus in der Saison 2008/09 wieder Konzertabende im Wiener Konzerthaus geplant. Als Operndirigent leitete er u. a. Produktionen am Theater La Monnaie in Brüssel.
Zudem dirigiert Heinrich Schiff immer wieder zahlreiche internationale Orchester wie Los Angeles Philharmonic, Philharmonia Orchestra, Orchestra of the Age of Enlightenment, Oslo Philharmonic, Wiener Symphoniker u. v. a. m. In der vergangenen Saison ist Heinrich Schiff erneut beim City of Birmingham Symphony Orchestra als Dirigent und Solist zu Gast gewesen wie auch beim Hallé Orchestra Manchester. In Frankreich setzte er seine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Orchestre National de Lyon ebenso fort wie im Januar 2009 mit dem Orchestre de Paris in der Salle Pleyel.
Neben seiner umfangreichen Diskographie als Cellist dokumentieren CD-Veröffentlichungen mit Orchestern wie der Northern Sinfonia, dem Philharmonia Orchestra und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen seine Arbeit als Dirigent. Das Repertoire dieser Einspielungen reicht von Haydn und Beethoven bis zu Schreker, Krenek und Lutosawski.
Heinrich Schiff spielt die berühmten Celli „La Mara“ (Stradivarius 1711) und „The Sleeping Beauty“ (Montagnana 1739).