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styriarte 2017

23. Juni bis 23. Juli 2017

Tanz des Lebens

Im Anfang war die Bewegung. Es braucht ja nur ein kurzes Nachdenken, um zu verstehen, dass aus der Bewegung alles kommt: Energie ist Bewegung, Leben ist Bewegung. Das Verhalten der kleinsten Teilchen bis zum großen Ganzen des Universums, ja selbst Raum und Zeit – alles ist Bewegung. Und natürlich die menschliche Kultur. All unsere Äußerungen sind Bewegung, und kann man daraus nicht schließen, dass unsere elementarsten Künste tatsächlich Musik und Tanz seien?

Musik und Tanz sind auch so unmittelbar miteinander verbunden, dass es schon einen gewaltigen kulturellen Überbau braucht, um sie zu trennen. Heute halten uns vor allem Konventionen und Benimmregeln davon ab, uns von Musik nicht an der Hand nehmen und davontragen zu lassen in Nicken, Tippen, Wippen, Schaukeln und Schunkeln. Es ist doch nur natürlich, sich von den Sitzen zu heben, sich in die Arme zu fallen und aufzumachen in das Wohlgefühl oder die Erregung des Tanzens, denn oft liegt genau darin das wahre Wesen der Musik.

Die styriarte 2017 spürt dieser Verbindung nach. Wir verknüpfen die Musik mit ihrer tänzerischen Basis und erzählen im wahren Wortsinn mitreißende Geschichten. Geschichten  von rituellen und spirituellen ebenso wie von sinnlichen und erotischen Tänzen. Wir beleben vergessene Tanztraditionen neu, wie das barocke Rossballett, oder entdecken das Tänzerische in scheinbar strenger Kunstmusik. Wir huldigen den Spitzenleistungen der hohen Schule des klassischen Balletts. Wir forschen nach den ursprünglichen Inspirationen, die große Komponisten in der volkstümlichen Tanzmusik fanden. Und wir tauchen ein in die lebendigen Traditionen der Tänze ganz fremder und entfernter Kulturen. Vor allem aber: Wir bieten Ihnen immer wieder die Möglichkeit, mitzumachen, ob im Geiste oder ganz direkt auf beiden Beinen: Reihen Sie sich ein in den Tanz des Lebens, hören Sie, fühlen Sie, tanzen Sie mit!

Mathis Huber blickt in die Zukunft