Lexikon

styriarte [lat.-ital.], die, sommerliche Musikfestspiele der Steiermark

Die Geschichte
Die styriarte wurde 1985 als klassisches Musikfestival ins Leben gerufen. Standen in den ersten Jahren Komponistenpersönlichkeiten im Mittelpunkt der Programme, so stellt die styriarte seit 1992 ihr Programm in thematische Zusammenhänge, deren stringente Umsetzung zu einem unverwechselbaren Markenzeichen der Festspiele geworden ist.

Der Hintergedanke
Die styriarte sollte den bahnbrechenden Dirigenten Nikolaus Harnoncourt enger an seine Heimatstadt Graz binden. Harnoncourts künstlerische Erkenntnisse, die ihn zu einem Weltstar gemacht haben, wurden zum Maßstab für die Aufführungen der Festspiele. So ermöglicht die styriarte heute Begegnungen mit verlorengegangenen Sichtweisen unseres musikalischen Erbes, und sie spiegelt die heutige Vielfalt an spannenden Zugängen zur Welt der Klassik wider, in Musik zwischen Mittelalter und Gegenwart.

Die Musiker
Neben dem Concentus Musicus Wien, dem von Nikolaus Harnoncourt gegründeten Ensemble für alte Musik, hat sich das Chamber Orchestra of Europe als bevorzugter Klangkörper der styriarte erwiesen. Die führenden Interpreten der Alten-Musik-Szene – hervorzuheben: Jordi Savall – gehören heute ebenfalls zu den Stammgästen der steirischen Festspiele. Im Rahmen der styriarte 2014 stellt die styriarte erstmals ihr eigenes Festspiel-Orchester vor.

Das Umfeld
Eine unverwechselbare Note der styriarte liegt im reizvollen Ambiente, in dem die Konzerte stattfinden. Die außergewöhnlich gut erhaltene Altstadt der steirischen Landeshauptstadt Graz mit ihren weithin bekannten historischen Plätzen und Sälen bietet den Festspielen einen unvergesslichen Rahmen.