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Meerschein­schlössl

Meerscheinschlössl Gartenseite
© Claudia Tschida

Meerscheinschlössl in Graz

Nächste Termine an diesem Ort

Details zur Anreise

Anreise Meerschein­schlössl

mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Busline 30 und 58, Haltestelle: Uni/Mozartgasse
Fahrplanauskunft

mit dem Fahrrad:
Abstellplätze vor dem Meerscheinschlössl

Anfahrt mit unserem Taxipartner 878

mit dem Auto:
Gebührenpflichtige Kurzparkzone in der Umgebung

Geschichte

Das „Lustschloss“ außerhalb der Stadtmauern

Der päpstlichen Nuntius Malaspina ließ um das Jahr 1580 einen Vorgängerbau des Schlosses im Stil der Spätrenaissance als Sommersitz errichten. Später befand sich der „Hof Rosenthal“ genannte Bau im Besitz von Georg Friedrich Graf Mersperg und war von Gärten umgeben. In drei Bauabschnitten folgte ein Ausbau zum „Lustschloss“. Ab 1689 wurde als Eigentümer ein Balthasar Graf Wagensberg erwähnt, der das Meerscheinschlössl zwischen 1689 und 1694 nach den Plänen von Joachim Carlone umbauen ließ. Nur wenige Jahre später wurde die Anlage von Leopold von Stubenberg erworben (1706), es folgte die Unterkellerung des Schlosses und die Gestaltung der Außenfassade durch Andreas Stengg. Ab 1750 waren Graf Adam Breuner und ab 1772 Thomas Graf Gundaker Wurmbrand-Stuppach die Eigentümer.

Erst 1801 gelangte das Schloss an seinen heutigen Namensgeber: Johann Meerschein. Bis zum Krieg mit Frankreich 1809 führte er das, außerhalb der Stadtmauer gelegene Schloss als Ausflugslokal. Während des Krieges wurde das Meerscheinschloss durch die Stationierung französischer Truppen stark beschädigt. Der Kaufmann Josef Schlosser, der das Meerscheinschlössl 1843 erwarb, ließ die Gärten parzellieren und als Baugrund verkaufen. Es folgten Adolf Ignaz Mautner (das Schloss wurde damals als „Villa Mautner“ bezeichnet) und Leopold Schreiner als Eigentümer nach. Letzterer richtete ein Sanatorium für Nervenkranke und Morphiumabhängige in den Räumlichkeiten ein, das 1913 geschlossen wurde. Ab dem Jahr 1914 gehörte das Meerscheinschlössl zum k.k. Unterrichtsministerium, im Gebäude wurden einige Universitätsinstitute einquartiert. In den 1960er und 1970er Jahren sollte das Schloss abgerissen und an dessen Stelle ein Hochhaus errichtet werden. Die Pläne wurden jedoch verworfen. Zwischen 1977 und 1982 erfolgte eine umfangreiche Sanierung und seither dient es wieder universitären Zwecken und kulturellen Veranstaltungen. 

Das Zentrum des Schlosses besteht aus einem quadratischen, großen Saal, der von zwei kleineren quadratischen Räumen flankiert wird. Im großen Saal finden sich die einzigen in Graz erhaltenen josephinisch-klassizistischen Innenraumgestaltungen aus Stuckdekor. Die Fresken am Spiegelgewölbe stammen von Giulio Quaglio aus dem Jahr 1708. Sie stellen den Sieg der christlichen Religion über die heidnische Götterwelt sowie die vier Jahreszeiten dar.

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