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Afrika Mamas

Afrika Mamas in grünen Tops
© Artist Archiv

Afrika Mamas

Als Botschafterinnen ihrer Kultur reisen die sieben Sängerinnen von Afrika Mamas rund um den Globus. Mit der emanzipierten Stimme Südafrikas und eng verbunden mit den Vokaltraditionen der Zulu stehen sie für moderne Lebenswelten afrikanischer Frauen und wurden bereits dreimal für den South African Music Award nominiert.

Über die Künstlerinnen

Afrika Mamas

Emanzipierte Stimmen aus Afrika

Die Afrika Mamas wurden 1998 von Ntombifuthi Lushaba gegründet. Alle Sängerinnen des siebenköpfigen a-cappella Ensembles gehören zu den Zulu, der größten Volksgruppe Südafrikas. Sie leben in Durban, in der drittgrößten Stadt Südafrikas, an der Ostküste am Indischen Ozean. Durban ist die Hauptstadt der Provinz KwaZulu-Natal, die die einzige Provinz Südafrikas ist, die den Namen einer ethnischen Gruppe in ihrem Namen trägt.

Die Sängerinnen der Afrika Mamas sind alleinerziehende Mütter mit insgesamt elf Kindern. Sie thematisieren in ihren Liedern ihre sozialen Erfahrungen als Frauen, die täglichen Freuden und Sorgen und ihre Beobachtungen in einer stark von Männern dominierten Welt. Besonders setzen sie sich für die Gleichberechtigung von Frauen ein und die Möglichkeit, als Frauen mit Kindern zu arbeiten. Und obwohl das reiche Zulu-Erbe heute eher in den ländlichen Regionen der Provinz verankert ist, hat gerade der urbane Musikstil mit aktuellen Texten durch Künstler:innen wie den legendären Busi Mhlongo oder den Ladysmith Black Mambazo weitweit große Popularität erlangt. Afrika Mamas schreiben als weibliche Troubadoure diese Isicathamiya Tradition des politischen Liedes fort, sie singen über die Kämpfe der Bewohner von KwaZulu, die oft ohne Elektrizität oder moderne sanitäre Einrichtungen leben, über einen südafrikanischen Bergmann, über Frauen, die Kuchen backen und dann aus Eimern auf der Straße verkaufen, um Geld für die Familie zu verdienen. In Ihren Gesängen spiegelt sich die eindrucksvolle Vokaltradition der Zulu: kraftvoller, mehrstimmiger Isicathamiya Gesang und starke Solo-Stimmen mit unbändiger Lebensfreude. Es wird geklatscht, kunstvoll gepfiffen, mit der Zunge geschnalzt und rhythmisch-pulsierend mit den Füßen auf den Boden gestampft.

Ihre CD „Iphupho / The dream song“ wurde 2018 im legendären United Rhythm Studio von Sibongiseni Shabalala aufgenommen, der Mitglied von Ladysmith Black Mambazo ist. Sie wurde von Maghinga Radebe produziert, einem der renommiertesten Maskandi-Gitarristen und Musikproduzenten Südafrikas.

Seit ihrer Gründung haben die Afrika Mamas insgesamt vier CDs veröffentlicht, von denen zwei für die South African Music Awards nominiert waren. 1999 und 2008 wurde das Ensemble für ihre Live-Konzerte mit nationalen Musikpreisen ausgezeichnet. Afrika Mamas sind auf den meisten Festivals Südafrikas aufgetreten. Sie begleiteten einst die ehemalige südafrikanische Vizepräsidentin Phumzile Mlambo Ngcuka auf ihrer Reise nach Schweden. 2010 reisten sie mit der südafrikanischen Schauspielerin Hemilton Dlamini nach Burkina Faso, um über den Missbrauch von Frauen zu sprechen und zu singen. Sie sind mit der südafrikanischen Olympiamannschaft zu den Olympischen Spielen nach London gereist, wo sie gemeinsam mit Vusi Mahlasela, Thandiswa Mazwai, Dance Africa und The Parlotones aufgetreten sind.
 
Seit ihrer Gründung haben sie sich ein großes Publikum auch weit über die Grenzen Südafrikas bei Tourneen in viele Teile der Welt ersungen: China, in Europa in Belgien, Holland, UK, Spanien, Italien und Schweden sowie in Burkina Faso, Elfenbeinküste und Namibia.

Im Frühjahr 2019 wurden die Afrika Mamas für die Songlines Awards 2019 in der Kategorie Beste Gruppe nominiert.

Die Afrika Mamas sind:
Ntombifuthi Maureen Lushab / Pinky Precious Nokubonga Mabaso / Fikile Busisiwe Mhlongo / Zukiswa Johanna Majozi / Snegugu Khoza / Patricia Ntombifuthi Shandu / Nomvula Grace Dlamini

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