31 Jahre styriarte mit Nikolaus Harnoncourt

Diese Seite ist dem Andenken von Nikolaus Harnoncourt in der styriarte gewidmet. Sie selbst, liebe Besucherinnen und Besucher, können sich mit Ihren ganz persönlichen Erinnerungen beteiligen. Senden Sie uns Ihre Gedanken via E-Mail oder auch postalisch an die styriarte, 8010 Graz, Sackstraße 17, und finden Sie unter „Persönliche Erinnerungen“ noch viele andere. Die styriarte selbst erinnert sich hier an die vergangenen Jahr mit Nikolaus Harnoncourt in einem Jahresbilderbuch, das die schönsten Momente unserer gemeinsamen Arbeit festhält.

Die Jahresberichte auf dieser Seite reichen zurück bis 2002. Weiter bis an die Anfansjahre führt unsere Nikolaus Harnoncourt Webpage.

Werner Kmetitsch
Nikolaus Harnoncourt in der Pfarrkirche Stainz © Werner Kmetitsch
Nikolaus Harnoncourt in der Pfarrkirche Stainz
Worte der Erinnerung
„Die Welt hat einen Unersetzbaren verloren. Es bleibt uns der Blick zurück auf unermessliche Geschenke, die Nikolaus Harnoncourt den Musikfreunden gemacht hat. Und es bleibt uns der Trost, dass er jetzt seinem Mozart und seinem Bach jene Fragen stellen kann, die auch er bis jetzt nicht beantworten konnte.“ (Mathis Huber)
Missa solemnis styriarte 2015 © Missa solemnis styriarte 2015
styriarte 2015
Es sollten die letzten Auftritte von Nikolaus Harnoncourt in der styriarte bleiben: Haydns radikales Antikriegsstück „Missa in tempore belli“ und der Gipfel der Tonkunst von Beethovens „Missa solemnis“. Beide mit seinem Concentus Musicus Wien und seiner Frau Alice am ersten Pult, beide mit dem Arnold Schoenberg Chor und einer Traumsolistenbesetzung; Weltereignisse!
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styriarte 2014
Nikolaus Harnoncourts letzte szenische Opernproduktion in der styriarte: Purcells „Fairy Queen“, von seinem Sohn Philipp in eine alpenländische Hippiekommune versetzt, abgründig und glühend gestaltet vom Maestro und dem Concentus Musicus Wien.
Und ebenfalls im Originalklanggewand: Mozarts drei letzte Sinfonien, vom Maestro definiert als „orchestrales Oratorium“.
Ritter Blaubart / Barbe Bleue - styriarte 2013 © Werner Kmetitsch
Ritter Blaubart / Barbe Bleue - styriarte 2013
styriarte 2013
Ein lange missverstandenes, unterschätztes Stück Musikgeschichte blüht in voller Pracht auf: Jacques Offenbachs Operette „Barbe bleue“ wird unter dem Dirigat von Nikolaus Harnoncourt zu einer abgrundtief sarkastischen Abrechnung mit dem Hochmut einer Elitengesellschaft. Ein Triumph für die illustre Sängerschar. Außerdem: Lanners Wiener Walzer mit dem Originalklangensemble Concentus Musicus Wien sowie eine innige Versenkung in Schuberts „Rosamunde“.
Nikolaus Harnoncourt liest Mozart bei der styriarte.SOAP 2012 © Werner Kmetitsch
Nikolaus Harnoncourt liest Mozart bei der styriarte.SOAP 2012
styriarte 2012
Nikolaus Harnoncourt eröffnet das neue styriarte-Format SOAP mit einer szenischen Lesung als Leopold Mozart. Und schließt die böhmische Trilogie mit Dvoráks imposantem „Stabat mater“ ab, inklusive Einsatz eines historischen Harmoniums. Noch mehr Mozart dirigiert der Maestro in Stainz: Missa longa in C
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styriarte 2011
Eine Weltpremiere mit einem Stück, das jeder zu kennen glaubte, das jedoch eine völlig unbekannte Seite bereithält: Nikolaus Harnoncourt bringt erstmals die deutsche Fassung von Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ heraus, die der Komponist selbst in Auftrag gab (als CD und DVD für die styriarte Festival Edition festgehalten). Außerdem Haydn pur: Caecilienmesse und die „Sinfonie mit dem Paukenschlag“.
Mein Vaterland - styriarte 2010 © Werner Kmetitsch
Mein Vaterland - styriarte 2010
styriarte 2010
Die Trilogie der Erforschung der tschechischen Musik beginnen Nikolaus Harnoncourt und das Chamber Orchestra of Europe mit einer Maßstäbe setzenden Interpretation von Smetanas „Ma Vlast/Mein Vaterland“ (auch dies erhalten als DVD in der styriarte Festival Edition). Parallel dazu die Wiener Klassik, Haydns „Schöpfung“ und Mozarts große c-Moll-Messe.
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styriarte 2009
Er hörte die druckfrische Partitur zuerst als Kind unter dem Klavier seines Vaters, der sie aus New York geschickt bekam. Mehr als 70 Jahre später erfüllt er sich seinen Traum: Nikolaus Harnoncourt dirigiert Gershwins „Porgy und Bess“ als wahrhaftige amerikanische Oper und lässt die Welt aufhorchen. Es folgen Händels „Jephtha“ und dessen „Dettinger Te deum“.
Nikolaus Harnoncourt - Idomeneo, styriarte 2008 © Werner Kmetitsch
Nikolaus Harnoncourt - Idomeneo, styriarte 2008
styriarte 2008
Nie in seiner Karriere hat er einen szenisch zufriedenstellenden „Idomeneo“ von Mozart erlebt, also muss er ihn selbst inszenieren: Nikolaus Harnoncourt, unterstützt von seinem Sohn Philipp und dem Choreographen Heinz Spoerli, wuchtet eine nie gehörte Sensation auf die Bühne der Helmut List Halle. Zum Glück hat die styriarte dieses Ereignis auf DVD gebannt. In Stainz folgt eine Exegese von Mozarts „Krönungsmesse“.
Beethoven! - styriarte 2007 © Werner Kmetitsch
Beethoven! - styriarte 2007
styriarte 2007
Der Sturmwind der Revolution braust über die styriarte hinweg, die Nikolaus Harnoncourt mit einer ungeheuerlichen Interpretation von Beethovens Fünfter Sinfonie und dem Chamber Orchestra of Europe eröffnet (nachzuhören und zu - sehen in einer Ausgabe der styriarte Festival Edition). Es folgen zwei oratorische Meilensteine: Haydns „Jahreszeiten“ und Beethovens „Christus am Ölberge“ – beide im Originalklang des Concentus Musicus Wien.
Faustszenen, styriarte 2006 © Werner Kmetitsch
Faustszenen, styriarte 2006
styriarte 2006
Dem „Schlüssel zur deutschen Romantik“ hat Nikolaus Harnoncourt schon lange nachgespürt, bei Robert Schumann hat er ihn wirklich gefunden. Dessen „Faust-Szenen“ werden in Starbesetzung zum Ereignis. Und ganz deutsch wird es auch in Stainz, mit Johann Sebastian Bachs Kantate „Freue dich, erlöste Schar“.
Carmen - styriarte 2005 © Werner Kmetitsch
Carmen - styriarte 2005
styriarte 2005
Nikolaus Harnoncourt greift nach einem Welthit und einem Außenseiter des Opernrepertoires: Bizets „Carmen“, vom Ballast der Verniedlichung und Konvention befreit, wird auch durch die Regie von Andrea Breth zum existenziellen Drama. Und Haydns herrliche Oper „Orlando Paladino“ bildet dazu das humorsatte Gegenmittel.