Skip to main content
Zurück

Le Concert des Nations

Concert des Nations pmit Jordi Savall auf der Bühne
© David Ignaszewski

Eine klingende Legende ist dieses Orchester, das Jordi Savall und seine Frau Montserrat Figueras im Jahr 1989 gegründet haben. Es setzt sich aus erstrangigen Spezialist*innen der Alten Musik zusammen – und verschreibt sich immer neu dem Ideal einer lebendigen Synthese von historisch informierter Aufführungspraxis und persönlicher Kunstaneignung.

Concert des Nations auf der Bühne

LEGENDÄRES ORCHESTER FÜR ALTE MUSIK

Gründung

Das Orchester Le Concert des Nations wurde 1989 von Jordi Savall und Montserrat Figueras bei der Vorbereitung des Projekts Canticum Beatae Virgine von Charpentier gegründet; denn dazu war eine Musikgruppe nötig, die mit historischen Instrumenten ein Repertoire interpretieren konnte, das die Zeit vom Barock bis zur Romantik umspannte (1600 bis 1850). Der Name geht auf das Werk „Les Nations“ von François Couperin zurück und auf dessen Konzept der goûts-réunis, das die Vereinigung der Musikstile anstrebt und schon eine Vorahnung davon enthält, dass die Kunst in Europa immer eine eigene Prägung haben würde, nämlich die des Zeitalters der Aufklärung.

Repertoire & Aufnahmen

Die von Jordi Savall geleitete Formation Le Concert des Nations war das erste Orchester, dessen Mitglieder mehrheitlich aus romanischen (Spanien, Frankreich, Italien, Portugal) oder lateinamerikanischen Ländern kamen. Alle sind international anerkannte Spezialisten in der historisch fundierten Interpretation Alter Musik mit Originalinstrumenten. Von Anfang an stellte das Orchester seine Absicht unter Beweis, ein historisches Repertoire von großer Qualität durch Interpretationen bekannt zu machen, die zwar rigoros den ursprünglichen Geist der Werke respektieren, sie aber beim Spielen neu beleben. Beispielhaft stehen dafür die Einspielungen der Musik von Charpentier, J. S. Bach, Haydn, Mozart, Händel, Marais, Arriaga, Beethoven, Purcell, Dumanoir, Lully, Biber, Boccherini, Rameau und Vivaldi.

Mit „Una cosa rara“ von Martín y Soler gab Le Concert des Nations 1992 sein Debüt im Operngenre und führte dies mit „L’Orfeo“ von Monteverdi fort. 1995 wurde eine weitere Oper von Martín y Soler, „Il Burbero di Buon Cuore“, in Montpellier aufgeführt, und im Jahr 2000 wurde „Celos aun del Ayre matan“ von Juan Hidalgo mit Text von Calderón de la Barca in Salamanca und in Konzertversion in Barcelona und Wien auf die Bühne gebracht. Weitere Produktionen waren „Farnace“ von Vivaldi in Madrid, Bordeaux, Wien und Paris, auf CD herausgegeben bei Alia Vox. Monteverdis „Orfeo“ wurde von BBC/Opus Arte (2002) auf DVD aufgenommen, ebenso „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Haydn (2007) als Koproduktion von Element Productions und Alia Vox (2007). Eines der letzten Alben von Le Concert des Nations ist „Le Concert Spirituel au temps de Louis XV“ (2010). Die umfangreiche Diskografie wurde vielfach prämiert. Besonders zu erwähnen sind der Midem Classical Award und der International Classical Music Award.

www.alia-vox.com

Andere Künstler*innen