STYRIARTE 2026
Eine kleine Bilanz mit Zukunft.
Die Publikumsreaktionen auf unsere jährlichen Festivals sind schwer vorhersehbar und immer wieder überraschend. Aber vom Festivalstart an war heuer klar: Die Styriarte 2026 bringt alle zum Leuchten, die Besucher:innen, die Künstler:innen und unser ganzes Team. Ähnlich heiße Gäste-Reaktionen wie in unserem heurigen Licht-Festival hatten wir zuletzt in den Sommern der Pandemie, wo die Held:innen aus dem Hause Styriarte dafür gefeiert worden sind, dass sie unter schwierigsten Bedingungen große Musikerlebnisse überhaupt möglich gemacht haben. Heuer sind es vor allem zwei Argumente, mit denen uns unsere Gäste feiern: Die hellen, leuchtenden Programme, die sie als notwendigen Kontrapunkt zu der sich täglich eintrübenden Nachrichtenlage verstehen, sind das eine. Die enorme Breite an Genres und Stilen, die die Styriarte heute anbietet, und die unsere Gäste verlockt, ihren Hörgewohnheiten und Vorlieben auch das eine oder andere Mal erfolgreich untreu zu werden, das ist das andere Argument, das unsere Besucher:innen mit Begeisterung nennen. Und die Auslastung unserer Säle mit weit über 90% und die Besucher:innenzahlen mit 30.537 Gästen im Festival 2026 geben diesen Rückmeldungen Gewicht.
Was unser Publikum uns hier mitteilt, ist eine klare Zustimmung zu einem Weg, den die Styriarte schon lange eingeschlagen hat und mindestens seit dem PSALM-Festival 2016, „Gastfreundschaft“ planvoll verfolgt. Das Haus Styriarte stellt Jahr für Jahr mehr die Interessen und Bedürfnisse ihres Publikums in die Mitte seiner Arbeit. Die Styriarte ist so heute schon ein Festival von morgen geworden, in dem das gewissermaßen sakrale Konzertwesen der bürgerlichen Welt nicht mehr Hauptsache des Musiklebens gesehen wird, sondern als schöne Sonderform, wodurch in unseren Häusern Platz gemacht wird für die ganze bunte Breite der Musik, die ein heutiges und morgiges Publikum sucht und bei uns finden sollte (inclusive der 150 Jahre großer und wichtiger bürgerlicher Musikkultur). Wir bespielen die tollsten Orte dafür, von der Helmut List Halle, in der wir die technischen Möglichkeiten haben, jedem Klassikereignis einen großen Schuss Pop zu geben, bis zur Natur, in der der Sonnenaufgang das unnachahmliche Bühnenbild herstellt. Wir bespielen die unglaublichen historischen und neuen Locations der Stadt Graz mit schlauen Programmabläufen. „Graz ist unser Star“, das ist nicht nur ein Marketingslogan, das ist unser gelebtes Programm. Und wo sonst, als in dieser kulturreichen Stadt könnte man das so selbstverständlich leben?
Natürlich machen die neuen Wege auch neue Probleme, wenn nicht alles in Sesselreihen abgezirkelt klar ist, sondern das Zusammenleben im „Konzert“ neu verhandelt werden muss: zu laut, zu leise, zu viele Handys, zu poppiges Licht. Aber es wird. Und würde sich Nikolaus Harnoncourt bei der ganzen Entwicklung im Grab umdrehen?
Im Gegenteil. Er würde es nicht mögen, möglicherweise, oder feurig dafür auf die Barrikaden gehen. Aber es wäre ihm klar, dass das seine Ideen sind, dass Musik etwas bedeuten muss und etwas bewirken muss, und dazu braucht es Publikum, das sich begeistern lässt, und noch mehr Publikum und noch mehr Publikum, das gemeinsam etwas Magisches erleben möchte, was allein in den eigenen vier Wänden nicht ginge, und dann erst kann unser Tun politische Relevanz behaupten.
Das Haus Styriarte wird den eingeschlagenen Weg in die Breite mit starker Unterstützung fortsetzen. Abgesehen vom bewährten Team, werden für die Festivals 2027 und weiter eine ganze Reihe von Kurator:innen bei uns und für unser Publikum Projekte realisieren, die wir bis jetzt nicht für möglich gehalten hätten. Bleiben Sie neugierig!
Und noch eine kleine Statistik:
32 Projekte mit 65 Vorstellungen hatte die Styriarte konzipiert, schlussendlich sind dank großer Nachfrage 72 Vorstellungen über die Bühnen gegangen. Für die „Licht Spiele“ standen letztlich mehr als 32.000 Karten zur Verfügung. Davon fanden 30.537 ihre begeisterten Abnehmer:innen, womit die Styriarte 2026 mit einer Auslastung von 94 % bilanzieren kann.
Acht Konzerte wurden heuer vom ORF Radio wieder aufgezeichnet und gingen und gehen über die EBU an zahlreichen Stationen in die Welt. Die ORF Steiermark Klangwolke mit „Mahlers Zweiter“, zweimal aufgeführt mit dem Styriarte Youth Orchestra unter Mei-Ann Chen ist bis 16. August um 21.02 Uhr noch auf ORF ON abrufbar wird am 20. September um 11.30 Uhr auch noch auf 3sat ausgestrahlt werden.
Zahlreiche, in höchstem Maße positive Rückmeldungen erreichen uns von unserem erfreuten Publikum. Einiges davon ist auf dem Platz der Momente der Styriarte-Website abrufbereit.
Außer zahlreicher Journalist:innen aus Österreich konnten auch internationale Berichterstatter:innen für Medien in Deutschland, Amerika, Hongkong, Japan und der Türkei begrüßt werden.
Die Styriarte 2027 findet vom 25. Juni bis zum 25. Juli 2027 statt und steht unter dem Motto „Phantastisch!“.