Über die Künstlerin
Cellistin mit Wurzeln in Taiwan
Christine Hu, 1985 in Wien geboren, studierte bei Tobias Kühne und Heinrich Schiff, bei Thomas Demenga und Rainer Schmidt (Hagen Quartett) und bei Thomas Grossenbacher. Sie war u. a. Stipendiatin der Karajan- und der Thyll-Dürr-Stiftung und wurde von der Stiftung Yehudi Menuhin „Live Music Now“ gefördert. Als Stipendiatin der „Villa Musica“ konzertierte sie im Rahmen dessen u.a. mit Silke Avenhaus und Henri Sigfridsson.
2013 war sie als Stimmführerin im Mozarteumorchester Salzburg tätig, spielt seit 2014 regelmäßig im Tonhalle-Orchester Zürich und war Mitglied des Orchestre de Chambre de Lausanne. Seit dem Gewinn des Internationalen Wettbewerbs für Streichtrio in München 2012 verbindet sie mit dem Trio Oreade eine rege Konzerttätigkeit. Das Trio spielte 2017 bis 2021 Instrumente von A. Stradivari, großzügige Leihgaben der Stradivari Stiftung.
CDs dokumentieren dieses Schaffen. Durch zwei Kulturen beeinflusst und zweisprachig aufgewachsen – ihre Eltern stammen aus Taiwan – empfindet Christine Hu die Suche nach Balance und Vermittlung als einen wesentlichen Bestandteil in ihrem künstlerischen Leben. Seit 2016 ist sie Mitglied des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.
Konzertreisen führten sie bereits mehrere Male nach Taiwan, etwa im März 2012, wo sie das Cellokonzert von Chen Mao-Shuen in der National Concert Hall in Taipeh uraufführte. Zu einem Höhepunkt kann man ihren Auftritt im Großen Saal des Stadtcasino Basel zählen, wo sie als Solistin mit dem Sinfonieorchester Basel unter Daniel Klajner das Cellokonzert von Witold Lutoslawski spielte.
2017-2021 spielte Christine Hu das Cello „De Kermadec-Bläss“ 1698 von Antonio Stradivari, eine großzügige Leihgabe der Stradivari Stiftung Habisreutinger, sowie aktuell das Cello eines anonymen italienischen Meisters aus dem 19. Jahrhundert.