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Corina Marti

Corina Marti mit lockigem Haar und schwarzem Oberteil blickt nach rechts, unscharfer Hintergrund mit Wasserreflexionen
© Elam Rotem

Corina Marti

Über die Künstlerin

Corina Marti sitzt auf dem Boden vor einem gekippten Cambalo, trägt ein dunkelgrünes Kleid, graue Socken und pinke Sandalen

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Die weltweit renommierte Schweizer Cembalistin und Blockflötenvirtuosin Corina Marti genießt international höchste Anerkennung für ihre „bemerkenswert überlegenen und ausdrucksstarken“ Interpretationen (Toccata) sowie ihre „unfehlbaren“ Darbietungen (Diapason).

On Stage

Als Solistin und Kammermusikerin ist sie in einem vielseitigen internationalen Konzertleben aktiv und gastiert regelmäßig in Europa, Nord- und Südamerika, im Nahen Osten und in Asien. Sie tritt mit zahlreichen Ensembles und Orchestern der Alten Musik auf, darunter Hespèrion XXI, das Coro della Radiotelevisione Svizzera Italiana, Kore und das Helsinki Baroque Orchestra. Zudem ist sie Gründungsmitglied und Co-Leiterin des preisgekrönten Ensembles La Morra, das sich der Musik des späten Mittelalters und der frühen Renaissance widmet und bei dem „die Aufmerksamkeit des Zuhörers stets aufs Neue lebendig gehalten wird“ (Gramophone).

Diskografie

Ihre umfangreiche Diskografie reicht von Istanpitte und Intavolierungen des 14. Jahrhunderts über solistische Konzerte bis hin zu Kammermusik des Hochbarock und zeitgenössischer Musik. Sie spiegelt die große Bandbreite ihrer musikalischen Interessen und ihrer technischen Fähigkeiten wider.

Forschung

Eine besondere Pionierrolle nimmt Corina Marti bei der Erforschung und Wiederbelebung von Tasteninstrumenten des späten Mittelalters und der frühen Renaissance ein. In enger Zusammenarbeit mit Instrumentenbauern wirkt sie an der Entwicklung historisch fundierter Rekonstruktionen mit und widmet zahlreiche Stunden der Recherche nach geeignetem Repertoire in Bibliotheken. Ihre Arbeit hat wesentlich zur heutigen Wiederentdeckung und Wiederbelebung dieser Instrumente beigetragen.

Auszeichnungen

2019 wurde Corina Marti mit der Medaille der Stadt Lublin ausgezeichnet, in Anerkennung ihrer herausragenden künstlerischen Tätigkeit sowie ihrer Verdienste um die Verbreitung der polnischen Kultur und die Bekanntmachung der Stadt Lublin in Polen und im Ausland.

Lehrtätigkeit

Unmittelbar nach Abschluss ihres Studiums wurde sie eingeladen, an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel die erste Klasse für mittelalterliche und Renaissance-Blockflöte aufzubauen. Einige Jahre später übernahm sie dort auch den Aufbau einer Klasse für mittelalterliche und Renaissance-Tasteninstrumente. Damit wurde sie zur ersten Lehrkraft, die an der Institution Organetto, Clavicimbalum, Clavicytherium und Renaissance-Cembalo unterrichtete.
Ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Begeisterung an die nächste Generation von Musikerinnen und Musikern weiterzugeben, ist ihr ein besonderes Anliegen. Neben ihrer Lehrtätigkeit an der Schola Cantorum Basiliensis gibt sie weltweit Meisterkurse und unterrichtet bei internationalen Musikkursen. Darüber hinaus war sie als Gastprofessorin für mittelalterliche Blockflöte an der Hochschule für Musik Freiburg tätig.

Aufnahmen

2021 erschien ihr Soloalbum „KeyNotes“ beim Label Ramée. Im Oktober 2024 folgte das Doppelalbum „Sea Interludes“ beim Label DUX. Eine weitere Soloaufnahme auf dem Renaissance-Cembalo erschien 2026 bei DUX unter dem Titel „Alone in the Castle“ (Introspective Italian Music for the Renaissance Harpsichord). Eine weitere Soloaufnahme für Orgel und Cembalo ist derzeit in Vorbereitung.

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