Maximiliano Alejandro Soto Mayorga
Maximiliano Soto Mayorga verbindet Klang, Theater und kollektive Kreativität zu einer unverwechselbaren künstlerischen Sprache. Der chilenische Komponist, derzeit Doktorand an der Harvard University, wurde vielfach international ausgezeichnet. Seine Werke erklingen weltweit bei renommierten Festivals und Ensembles und eröffnen poetische Räume zwischen Neugier, Imagination und Gegenwart.
Über den Künstler
Klang, Theater, kreative Vision
Maximiliano Alejandro Soto Mayorga (Santiago, 1991) schloss sein Kompositionsstudium in Chile (Licenciatura en Artes, Schwerpunkt Komposition) bei Rafael Díaz Silva und Jorge Martínez Ulloa sowie in Deutschland (Master & Konzertexamen) bei Johannes Schöllhorn ab. Seit 2025 studiert er als Doktorand an der Harvard University bei Chaya Czernowin. Meisterkurse, unter anderem bei Carola Bauckholt (2010), Luca Belcastro (2013), Bernard Cavanna (2015), Ramón Lazkano (2018), Eunhwa Cho (2020), Dre Hocevar (2020), Georges Aperghis (2022) und Annesley Black (2022), rundeten seine Ausbildung ab.
Werke
Seit 2017 hat Soto Mayorga eine internationale Karriere mit 66 Uraufführungen in Chile, Argentinien, Peru, Mexiko, den USA, Kanada, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich, Slowenien, der Ukraine, Japan und Südkorea aufgebaut. Seine Werke wurden bei Sikorski-Boosey & Hawkes und Editorial Nacional (Chile) veröffentlicht. Im Jahr 2023 wurde er eingeladen, Vorträge an der National University of Singapore (NUS) und der Universidad de Chile sowie Workshops an der Universidad Nacional de San Agustín in Arequipa, Peru, zu halten.
Auszeichnungen
Europäische Auszeichnungen, darunter der BUSONI-Kompositionspreis 2024 der Berliner Akademie der Künste – womit er der erste spanischsprachige Komponist ist, der diese Auszeichnung erhält –, die offene Ausschreibung der Münchner Biennale, das Stipendium der Akademie Musiktheater Heute (Deutsche Bank Stiftung) 2024–26, das Residenzstipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen 2024 (4 Monate) sowie die Teilnahme an den Workshops für Orchesterkomposition des SWR-Sinfonieorchesters 2021 (Titus Engel) und 2024 (Manuel Nawri). Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen der TONALi20-Preis und ein Kompositionsauftrag unter der Schirmherrschaft von Sofia Gubaidulina sowie zwei Mal in Folge der Ad-Libitum-Wettbewerb 2022 (mit trioNONtrio) und 2024. Auf iberoamerikanischer Ebene erhielt Soto Mayorga den iberoamerikanischen Kompositionspreis IBERMÚSICAS 2023 und das IBERMÚSICAS-Residenzstipendium 2021 in London. An der Harvard-Universität wurde ihm der Blodgett-Kompositionspreis 2026 sowie den George-Arthur-Knight-Preis 2026. In Deutschland erhielt er das Bundesstipendium „Neustart KULTUR“ 2022, das Klangspektrum-Stipendium, den DAAD-Preis 2018 und war Finalist bei Doppelpunkt22 (Akademie Hamburg) sowie beim DMW 2019 und 2022. In Chile wurde er mit dem Residenzpreis des Kammerorchesters Valdivia 2025, dem Carlos-Riesco-Preis 2016 der Academia Chilena de Bellas Artes, dem PULSAR-Preis 2018 der Sociedad de Derechos de Autor sowie dem zweiten Platz beim Kompositionswettbewerb für Oboe der Mismar-Stiftung ausgezeichnet.
Festivals
Soto Mayorga hat an Festivals wie der Münchner Biennale (Deutschland, Mai 2025 & Graz, Österreich, Juli 2025), EstOvest (Italien, Oktober 2024) und dem Open Ears Festival (Kanada, Juni 2024) teilgenommen und war als Komponist in Residenz beim Festival „.abeceda Bled New Music Week“ (Slowenien, 2023–26), „Sommer in Stuttgart“ (Deutschland, 2022), am Forum Neuer Musik „Mit doppeltem Blick“ (Deutschland, 2022), am ENSEMS 42 „Hibridations“ (Spanien, 2020), am NUNTEMPA 7 (Mexiko, 2019), am Festival de Videoarte MARCO La Boca (Argentinien, 2020), die Museumsnacht Hegau-Schaffhausen (Deutschland, 2019) und das XVII. FIMC an der Universidad de Chile (Chile, 2017) sowie das PRISMAS Festival Permanente de Creación Latinoamericana (Chile/Peru/Argentinien – 2012–14).
Soziales Engament
Als Dozent hat Soto Mayorga Kompositionsworkshops für Kinder und Jugendliche in Freiburg geleitet, darunter im Flüchtlingsheim Freiburg-Wiehre (2018) und im Rahmen des Festivals für neue Musik für Kinder KLONG Mehrklang e.V. (2024). Seit 2025 engagiert er sich ehrenamtlich im HARMONY-Nachmittagsprogramm in Cambridge, MA, USA.
Als künstlerischer Leiter des Kompass Ensembles in Freiburg (2018–2023) leitete er Projekte wie INSEKTEN, eine internationale Zusammenarbeit von 94 Komponisten mit über 100 Miniaturen, die während der Pandemie zwischen 2020 und 2021 online und auf Deutschlandfunkkultur uraufgeführt wurden.
Im Jahr 2019 kuratierte und betreute er die deutsche Uraufführung des Werks der (politisch verfolgten) deutsch-chilenischen Komponistin Leni Alexander Polak im Rahmen der Reihe „Art&Schock“ der Gleichstellungsstelle der Hochschule für Musik Freiburg. In den Jahren 2017 und 2018 war er künstlerischer Leiter des „Azul Festival de Nueva Música“, bei dem in Zusammenarbeit zwischen dem Colectivo Azul Ensemble und der chilenischen Akademie der Schönen Künste rund 30 Werke chilenischer Komponisten uraufgeführt wurden.