Über den Künstler
Vibraphonist zwischen Jazz und Experiment
Vid Jamnik wurde 1993 in Slowenien geboren. Seine ersten musikalischen Schritte machte er im Alter von acht Jahren an der Musikschule seiner Heimatstadt Ravne na Koroškem.
Mit elf Jahren besuchte er eine Jazz-Sommerschule im kroatischen Grožnjan, wo er dem legendären jugoslawischen Vibraphonisten Boško Petrović begegnete, der den jungen Musiker sofort unter seine Fittiche nahm. Seither ist Vid Jamnik mit zahlreichen renommierten Musikern und Ensembles aufgetreten, darunter Jimmy Cobb, Georgie Fame, Jim Rotondi, Stefan Milenkovich, Gianni Basso, Duško Gojković und Arthur Lipner. Außerdem spielte er im JMI Jazz World Orchestra unter der Leitung von Luis Bonilla und war 2017 Mitglied des Euroradio Jazz Orchestra.
2011/12 absolvierte Jamnik einen Erasmus-Aufenthalt am Jazz Institut Berlin, wo er bei Professor David Friedman studierte. 2012 schloss er sein Jazzstudium am Kärntner Landeskonservatorium in Klagenfurt ab. 2014 veröffentlichte er bei Alessa Records sein Debütalbum Last Minute!.
Nach Privatunterricht bei Gary Burton und auf Empfehlung des renommierten Vibraphonisten setzte er seine Ausbildung am Berklee College of Music in Boston, USA, fort. Dort studierte er Performance und Jazzkomposition und schloss das Doppelstudium 2018 ab. Zu seinen Lehrern zählten Ed Saindon, Terence Blanchard, George Garzone, Kenny Werner, Dave Santoro, Ralph Peterson und Dave Samuels sowie weitere Größen des Jazz.
Am Berklee College of Music erhielt Jamnik den Most Active Mallet Performer Award. Zweimal wurde er ausgewählt, Aufnahmen für eine Compilation mit herausragenden studentischen Bands und Kompositionen beizusteuern. Mit seinem Quartett Urgent Detergent ging er im Auftrag des Colleges auf Tournee durch Frankreich, erreichte das Finale des EBU European Jazz Competition in den Niederlanden und belegte 2019 den zweiten Platz beim 7 Virtual Jazz Competition.
Neben Urgent Detergent leitet Vid Jamnik derzeit das innovative Projekt Viva Jazz Forma, das die Klänge von Metallskulpturen im öffentlichen Raum mit Jazz, Techno und elektronischer Musik verbindet und so eine Brücke zwischen bildender Kunst und Musik schlägt.