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Cameron Carpenter

Cameron Carpenter sitzenden an der ITO
© Nikola Milatovic

Cameron Carpenter an sein International Touring Organ bei der styriarte 2019

Fit wie ein Turnschuh, exzentrisch wie Glenn Gould: Cameron Carpenter aus den USA hat das Format Orgelkonzert neu definiert. Und das liegt keineswegs nur an seinen exzentrischen Klamotten oder seiner High-Tech-Reiseorgel. Was ihn zur Punk-Ikone seiner Zunft gemacht hat, ist sein genialer Zugriff auf das Repertoire von Bach bis Pop.

Hier erleben Sie Cameron Carpenter

Cameron Carpenter in der Helmut List Halle

DER PUNK DER ORGEL

Er ist ein Musiker, der fürwahr Neues schafft, und ein Virtuose, wie er im Buche steht.“ (Moritz Weber, Neue Zürcher Zeitung)

Mit seiner außergewöhnlichen Musikalität, einer nahezu grenzenlosen technischen Fertigkeit und seinem Pioniergeist hinterlässt Cameron Carpenter bereits Spuren in der neueren Musikgeschichte.

ON STAGE

Seit der Fertigstellung der International Touring Organ (ITO) im Jahr 2014 spielt Carpenter nunmehr fast ausschließlich, ob Recitals oder mit Orchester, auf seinem eigenen Instrument. Die nach seinen Plänen gefertigte ITO ermöglicht es ihm, an fast jedem denkbaren Ort konzertieren zu können. Er bereiste mit seinem Instrument neben Europa und den USA auch Russland, Australien, Neuseeland und Asien.

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie initiierte Cameron Carpenter im April 2020 gemeinsam mit der Bürgerstiftung Berlin die „Konzerte vor den Fenstern der Stadt“ im Rahmen derer er unangekündigt mit einem „Orgeltruck“ vor Altenheimen und Krankenhäusern spielte. Aufgrund der positiven Resonanz wurde das Konzept im Anschluß auf weitere deutsche Städte ausgeweitet.

Mit Johann Sebastian Bachs „Goldberg-Variationen“ widmet sich Carpenter derzeit einem der herausragenden Werke für Tasteninstrumente und hat diese unter anderem beim Lucerne Festival, im Festspielhaus Baden-Baden sowie in der Cité de la Musique Paris aufgeführt.

AUSZEICHNUNGEN & EINSPIELUNGEN

2019 erschien Carpenters Einspielung seiner Bearbeitung der „Paganini-Variationen“ von Sergei Rachmaninoff sowie Francois Poulencs Orgelkonzert mit dem Konzerthausorchester Berlin unter Christoph Eschenbach. Auch bei Sony Classical sind die Alben “If You Could Read My Mind” sowie “All You Need is Bach” erschienen.

Als erster Organist überhaupt wurde Cameron Carpenter für sein Album Revolutionary (2008, Telarc) für einen Grammy nominiert. Ebenfalls bei Telarc erschien 2010 „Cameron Live!“.

2012 erhielt er den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals.

WURZELN & AUSBILDUNG

1981 in Pennsylvania, USA, geboren, führte Cameron Carpenter mit elf Jahren erstmals J. S. Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ auf und wurde 1992 Mitglied der American Boychoir School. Neben seiner Mentorin Beth Etter zählten John Bertalot sowie James Litton zu seinen Lehrern. An der University of North Carolina School of the Arts studierte er Komposition und Orgel bei John E. Mitchener – und transkribierte währenddessen über 100 Werke für Orgel, unter anderem Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5.

Die ersten eigenen Kompositionen entstanden während Carpenters Zeit an der Juilliard School New York, deren Student er von 2000 bis 2006 war. Parallel zu seinen Studien an der Juilliard erhielt er Klavierunterricht von Miles Fusco. 2011 wurde sein Konzert für Orchester und Orgel „Der Skandal“, ein Auftragswerk der Kölner Philharmonie, von Der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen uraufgeführt.

2019 war er mit seinem Programm „All you need is Bach“ erstmals zu Gast bei der styriarte in Graz.

www.cameroncarpenter.com

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