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Pierre-Laurent Aimard

Pierre-Laurent Aimard in blauem Hemd
© Marco Borggreve

Grenzenlos ist die musikalische Sphäre des Starpianisten aus Lyon. Mit zwölf Jahren von Olivier Messiaen entdeckt, arbeitete er mit Zeitgenossen wie Boulez, Stockhausen oder Ligeti zusammen. Doch auch seine Neudurchdringungen von Werken Bachs, Mozarts oder Beethovens (u.a. mit Nikolaus Harnoncourt) besitzen weltweit Referenzstatus.

Pierre-Laurent Aimard lehnt nachdenklich an einem Flügel

GENIALER MUSIKDENKER UND KLANGPLASTIKER AM FLÜGEL

Werdegang

Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard wurde 1957 in Lyon geboren und studierte am Pariser Konservatorium. Im Alter von zwölf Jahren begegnete er Olivier Messiaen und wurde in kurzer Zeit zum berufenen Interpreten seiner Werke. Bereits im Alter von 15 Jahren gewann Aimard den renommierten Messiaen-Preis, was den Beginn seiner internationalen Karriere markieren sollte. Seitdem ist er auf der ganzen Welt aufgetreten, unter anderem mit Dirigenten wie Kent Nagano, Andrew Davis, Giuseppe Sinopoli und Pierre Boulez.

Zusammenarbeit & Aufnahmen

Letzterer gründete 1976 das Ensemble intercontemporain (EIC) und berief Aimard zum Solopianisten. 18 Jahre blieb Aimard dem EIC treu, lernte in dieser Zeit eine große Bandbreite Neuer Musik kennen und entwickelte sich zu einer der Schlüsselfiguren dieses Repertoires. Seine Arbeit brachte ihn mit den führenden Komponisten wie Stockhausen, Ligeti und Kurtág zusammen, aber er förderte auch Nachwuchskomponisten wie George Benjamin und Marco Stroppa durch die Aufführung ihrer Werke.

Gleichzeitig blieb Aimard dem „traditionellen“ Klavierrepertoire als Solist und Kammermusiker treu. Regelmäßig trat er mit führenden Orchestern auf. Gemeinsam mit Nikolaus Harnoncourt spielte er hier bei der styriarte alle Werke Beethovens für Klavier und Orchester; Konzerte, die auch auf CD dokumentiert vorliegen. Beim Grazer Festival startete er im Jahre 2005 gemeinsam mit dem Chamber Orchestra of Europe einen Zyklus mit Klavierkonzerten Mozarts. Der CD-Mitschnitt dieses ersten Konzertes 2005 erntete weltweit Jubelkritiken, „Die Zeit“ urteilte sogar: „Dies ist eine der schönsten Mozart-Aufnahmen aller Zeiten.“

„Ich erachte Pierre-Laurent Aimard als den führenden Interpreten von zeitgenössischer Klaviermusik. Gesichert hat er sich diesen herausragenden Platz durch seine technische Meisterschaft, durch die Tiefe seiner Empfindung und deren facettenreiche Schattierungen sowie durch seine totale Identifikation mit dem Geist eines jeden Werkes.“ (György Ligeti) 

Auszeichnungen

Aimard nahm längere Zeit exklusiv für die Deutsche Grammophon auf. Bachs „Kunst der Fuge“, seine erste DG-CD, erhielt den Diapason d’Or und den Choc du monde de la musique. Diese Einspielung ist auch der Topseller bei den Klassik-iTunes-Downloads. Zu weiteren Preisen gesellt sich noch ein Grammy für die Einspielung von Charles Ives’ „Concord Sonata“ und Ives-Liedern mit Susan Graham. Zuletzt erschien 2014 Bachs „Wohltemperiertes Klavier“. 2017 erhielt er den Gramophone Award in der Kategorie Zeitgenössische Musik. Und im heurigen März kam bei PENTATONE Messiaens „Catalogue d’oiseaux“ heraus.

Engagements

Pierre-Laurent war 2015 bei den Wiener Symphonikern Artist-in-Residence und hat dort alle Beethoven-Klavierkonzerte unter Philippe Jordan gespielt. Im Herbst 2017 wurde er für drei Jahre zum Artist in Residence an das Londoner Southbank Centre berufen. Er spielte und spielt in der laufenden Saison in Japan, China und Russland, natürlich mehrfach in London, aber auch sonst quer durch Europa und Amerika.

Lehrtätigkeit

2015 hat Pierre-Laurent Aimard in Kooperation mit dem Klavier-Festival Ruhr eine Online-Quelle eingerichtet, über die er Aufführungen und Unterrichtseinheiten mit Ligetis Musik verbreitet und so sein Wissen und Können weitergibt (www.explorethescore.org).


www.pierrelaurentaimard.com

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