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Dörte Lyssewski

Porträt von Dörte Lyssewski trägt in einer glänzenden, blauen Bluse und einer Halskette vor schwarzem Hintergrund
© A. Morina

Schauspielerin Dörte Lyssewski

Dörte Lyssewski ist seit 2009 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und zählt zu den prägenden Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum. Engagements führten sie an internationale Bühnen sowie regelmäßig zu den Salzburger Festspielen, wo sie u. a. als Buhlschaft im Jedermann auftrat. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Kainz-Medaille, den Gertrud-Eysoldt-Ring und zweimal den Nestroypreis.

Über die Künstlerin

Dörte Lyssewski lachend

Stimme des deutschsprachigen Theaters

Werdegang

Dörte Lyssewski studierte Schauspiel an der Hamburger Musikhochschule und debütierte anschließend an der Berliner Schaubühne, deren Ensemble sie sieben Jahre lang angehörte. Dort arbeitete sie u. a. mit Peter Stein, Klaus Michael Grüber und Luc Bondy. Weitere Engagements führten sie an bedeutende Bühnen wie das Schauspiel Zürich, das Deutsche Theater Berlin, die Volksbühne Berlin, das Schauspielhaus Bochum sowie das Théâtre de l’Odéon in Paris.

Zusammenarbeit

Seit 2009 ist Lyssewski Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Sie arbeitete im Laufe ihrer Karriere mit Regisseur:innen wie Matthias Hartmann, Jürgen Gosch, Werner Schroeter, Patrice Chéreau, Thomas Vinterberg, Dušan D. Pařízek, Frank Castorf, La Fura dels Baus, Stanislas Nordey oder Heiner Müller zusammen.

On Stage

Bei den Salzburger Festspielen ist sie seit 1992 regelmäßig präsent – u. a. als Libussa in der Regie von Peter Stein und drei Jahre lang als Buhlschaft im Jedermann. Durch Gérard Mortier wirkte sie zudem in zahlreichen Musiktheaterproduktionen mit, darunter als Jeanne in Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher, als Andromache in Berlioz’ Les Troyens und in Les Choéphores unter Ingo Metzmacher. Gastspiele führten sie u. a. an die Ruhrtriennale, die Pariser Oper, das Théâtre de la Monnaie in Brüssel und die Oper Montpellier. Mit Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Claudio Abbado und Marc Piollet arbeitete sie ebenfalls wiederholt zusammen.

Zu ihren weiteren Auftrittsorten zählen die Wiener Festwochen, die Laeiszhalle und die Elbphilharmonie Hamburg, die Philharmonien in Berlin und Duisburg, das Konzerthaus Wien sowie der Wiener Musikverein.

Auszeichnungen

Lyssewski wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter die Kainz-Medaille (1997), der Gertrud-Eysoldt-Ring (2004) und zweimal der Nestroypreis.

Schriftstellerin

Neben ihrer Schauspielarbeit ist sie auch literarisch tätig: 2015 erschien ihr Erzählband Der Vulkan oder Die Heilige Irene, 2022 ihre Übersetzung von H. P. Rochés Don Juan, gefolgt von ihrem Lyrikband Exit Pan (2026). Als Regisseurin debütierte sie 2021 am Salzburger Landestheater mit Lenz’ Der Neue Menoza, 2022 folgte Mozarts La finta giardiniera.

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