Über den Künstler
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Matija Chlupacek studierte Blockflöte bei Dorothee Oberlinger an der Universität Mozarteum Salzburg, wo er sein Masterstudium mit Sonderauszeichnung abschloss.
Der aus einer deutsch-slowenischen Familie stammende Musiker vertiefte seine künstlerische Entwicklung bereits während seiner Schulzeit durch die regelmäßige Teilnahme an den Solothurner Sommerkursen des Schweizer Blockflötisten Maurice Steger. Dort arbeitete er im Umfeld renommierter Dozent:innen der Alten Musik, darunter Reinhard Goebel, Hille Perl und Diego Ares. Später setzte er diese intensive Zusammenarbeit in Maurice Stegers jährlichen Meisterklassen an der Menuhin Festival Academy Gstaad fort. Noch vor Aufnahme seines Studiums wurde er mehrfach als Preisträger regionaler und überregionaler Musikwettbewerbe ausgezeichnet.
Matija Chlupacek ist Mitgründer des Ensembles Interchange, Gewinner und Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs 2024, sowie des Alte-Musik-Ensembles Stereotype Baroque, das seit 2022 aktiv ist.
Neben seiner kammermusikalischen Tätigkeit gastiert er in Opernproduktionen und bei kulturellen Großveranstaltungen, u. a. am Staatstheater Saarbrücken (2023), bei den Audi-Sommerkonzerten Ingolstadt (2024), am Gärtnerplatztheater (2025) und am Staatstheater Nürnberg (2025).
Für die Musiktheaterproduktion Hamlet der Universität Mozarteum Salzburg übernahm Chlupacek 2023 die musikalische Leitung. Im selben Jahr gab er sein Filmdebüt (Blockflöte) in einer Nebenrolle in Edgar Reitz’ Kinoproduktion „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ mit Filmmusik von Henrik Ajax (Premiere 2025). Zudem ist er Akademist der TONALi Bühnenakademie (15. Jahrgang).
Parallel zu seiner künstlerischen Tätigkeit war Chlupacek als pädagogischer Dozent an verschiedenen Musikschulen sowie im Privatunterricht aktiv.
Mit dem Ensemble Interchange konzertierte er 2024 auf Einladung erstmals in Südamerika bevorstehende Engagements umfassen u. a. Auftritte bei den Thüringer Bachwochen, im Schloss Sanssouci Potsdam sowie mit der NDR Radiophilharmonie. Der Deutschlandfunk Kultur zeichnete zudem ein Konzert des Ensembles mit einer Uraufführung Neuer Musik für eine spätere Radioausstrahlung auf.
Sowohl in der historischen Aufführungspraxis als auch in zeitgenössischen musikalischen Ausdrucksformen zuhause, arbeitet Chlupacek regelmäßig mit Komponist:innen Neuer Musik zusammen, um das Repertoire der Blockflöte weiterzuentwickeln.
Im Oktober 2024 leitete er als künstlerischer Leiter des Abschlusskonzerts der Residenzwoche ein Großprojekt mit Franz Vitzthum, das u. a. J. Hermann Scheins Musica Boscareccia und Michael Praetorius’ Terpsichore in erweiterter Besetzung umfasste.
Matija Chlupacek lebt derzeit in München und bereitet die Veröffentlichung der Debüt-CD des Ensembles Interchange vor, welche beim Label Genuin erscheinen wird.