De Profundis

Termine

Die ersten Takte des Te Deum von Marc-Antoine Charpentier erinnern zum Festivalfinale an die Kraft der europäischen Kultur, die keiner besser verkörpert als Musikmagier Jordi Savall, ein Gambist, spielt auf einer Viola da Gamba bei der Styriarte. Jordi Savall mit seinen Ensembles.

Inhalt

Spiel von Licht und Schatten

Seit mehr als 70 Jahren tönt diese Musik durch ganz Europa, um die Sendungen der Eurovision anzukündigen: die ersten Takte des Te Deum von Marc-Antoine Charpentier. Die festlichen Klänge, die den ganzen Kontinent vereinten, lange bevor es ein europäisches Parlament gab, stellt der Europäer Jordi Savall in den Mittelpunkt des prachtvollen Styriarte-Finales. Zwischen dem dunklen Klang des „De profundis“ von Delalande und der gleißenden Helligkeit des Charpentier-Te Deums entfaltet der Magier der Alten Musik ein überwältigendes Spiel von Licht und Schatten.

Programm

Michel-Richard Delalande: De profundis für Soli, Chor und Orchester
Marc-Antoine Charpentier: Te Deum für Soli, Chor und Orchester
Arvo Pärt: De profundis für Männerchor, Schlagzeug ad lib. und Orgel

Elionor Martínez, Sopran ǀ Lara Morger, Mezzosopran ǀ David Tricou, Tenor (haute-contre) ǀ Ferran Mitjans, Tenor ǀ Etienne Bazola, Bariton
La Capella Reial de Catalunya
Le Concert des Nations
Dirigent: Jordi Savall

Dauer: rund 65 Minuten ohne Pause

INTRO
20 Minuten vor Vorstellungsbeginn erzählen wir Ihnen im Foyer etwas zur Geschichte des Abends.

Programm zum Download

Tickets

Preis: EUR 39 / 78 / 117 / 156

Ermäßigungen:
U27 (für alle unter 27) & Ö1 Intro: 50 % Ermäßigung

Sopran

Elionor Martínez

Ausgebildet in ihrer Heimatstadt Barcelona und bei Marcel Boone an der Hochschule für Musik in Basel glänzte die junge Sopranistin solistisch u. a. in Händels Messiah und Bachs Magnificat sowie auf der Opernbühne in Mozarts „Così fan tutte“. Elionor Martínez arbeitet zudem regelmäßig mit La Capella Reial de Catalunya unter der Leitung von Großmeister Jordi Savall.

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Mezzosopran

Lara Morger

Große Expressivität, sprühende Energie und ein berührend warmes Stimmtimbre zeichnen die Mezzosopranistin aus, die 2024 als erste Schweizerin mit dem 1. Preis und dem Publikumspreis beim Bach-Wettbewerb in Leipzig ausgezeichnet wurde. Ihre große Neugier, Entdeckungslust und Wandlungsfähigkeit spiegeln sich in ihrem vielseitigen Repertoire vom Frühbarock bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Ihre Passion für Sprache äußert sich in den minutiös ausgearbeiteten Nuancen und der brillanten Textverständlichkeit ihrer Interpretationen.

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Tenor (Haute-contre)

David Tricou

Der französische Tenor studierte Gesang in Montpellier und am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. Mit seiner charakteristischen Haute-contre-Stimme zählt er zu den gefragten Interpreten des französischen Barockrepertoires und arbeitet mit Dirigenten wie William Christie, Raphaël Pichon und Vincent Dumestre. Daneben begeistert er auch als Mozart-Interpret und Konzertsänger.

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Tenor

Ferran Mitjans

Ferran Mitjans zählt zu den profilierten Tenören der jungen katalanischen Musikszene. Nach dem Gewinn des Salvat-Bach-Stipendiums 2018 spezialisierte er sich auf das Barockrepertoire und arbeitet seither mit renommierten Ensembles sowie regelmäßig mit Jordi Savall zusammen. Als Solist und Ensemblegründer widmet er sich mit großer Leidenschaft der Pflege der iberischen Renaissance- und Barockmusik.

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Bassbariton

Etienne Bazola

Der französische Bassbariton entdeckte seine Leidenschaft für den Gesang bereits in jungen Jahren. Nach seiner Ausbildung in Tours und Orléans schloss er sein Studium am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Lyon mit dem Ersten Preis für Operngesang ab. Heute ist der international gefragte Solist regelmäßig bei renommierten europäischen Ensembles und Festivals zu erleben und begeistert mit seiner stilistischen Vielseitigkeit.

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Chor

La Capella Reial de Catalunya

Das von Montserrat Figueras und Jordi Savall ins Leben gerufene Ensemble widmet sich der Erhaltung und Interpretation des polyphonen vokalen Erbes des Mittelalters und des hispanischen und europäischen Goldenen Zeitalters vor dem 19. Jahrhundert. Zusammengesetzt hauptsächlich aus famosen Stimmenspezialistinnen des hispanischen Raums macht die Capella Reial jedes Konzert zum Ereignis.

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Orchester

Le Concert des Nations

Eine klingende Legende ist dieses Orchester, das Jordi Savall und seine erste Frau Montserrat Figueras im Jahr 1989 gegründet haben. Es setzt sich aus erstrangigen Spezialist:innen der Alten Musik zusammen – und verschreibt sich immer neu dem Ideal einer lebendigen Synthese von historisch informierter Aufführungspraxis und persönlicher Kunstaneignung, Voraussetzung dafür, dass seine umfangreiche Diskografie vielfach prämiert wurde und seine Konzerte weltweit Jubel ernten.

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Dirigent & Viola da Gamba

Jordi Savall

Kein Fan der Alten Musik, der den Namen Jordi Savall nicht kennt. Keine Auszeichnung, die der „Botschafter der Europäischen Union für den kulturellen Dialog“ im Verlauf seiner Weltkarriere nicht gewonnen hätte, zuletzt den Ernst von Siemens Musikpreis, benannt auch als „Nobelpreis der Musik“. Umso schöner, dass der 1941 geborene Katalane seit Jahrzehnten zu den engsten und treuesten Freunden des Hauses Styriarte zählt und das Festival jährlich auf seinem Terminplan hat.

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