Countertenor Meili Li
International begeistert der chinesische Countertenor sein Publikum an bedeutenden Opernhäusern und auf Festivals. Doch nicht nur seine gesanglichen Fähigkeiten sind beachtlich, sondern auch die darstellerischen. Kein Wunder, so hat der Sänger auch ein Filmstudium in Peking vorzuweisen.
Über den Künstler
Farinelli-Preisträger aus Peking
Werdegang
Der chinesische Countertenor Meili Li studierte Film in Peking und Gesang bei Michael Chance an der Royal Academy of Music. Sein Operngesangsstudium an der Guildhall School of Music and Drama bei Yvonne Kenny schloss er mit Auszeichnung ab. Li ist Gewinner des Farinelli-Preises beim Gesangswettbewerb des Londoner Händel-Festivals 2016 so.wie Zweitplatzierter im Jahr 2022
On Stage
International war er als Nireno in Händels „Giulio Cesare“ mit The English Concert auf deren US- und UK-Tournee 2025 zu erleben und gab dabei sein Debüt in der Carnegie Hall. Die New York Times lobte seine „kristallklare Stimmfarbe“, die sich besonders für Händel eigne. Als Licida in Vivaldis „L’Olimpiade“ war er in einer Koproduktion von Irish National Opera, Royal Opera House und Nouvel Opéra Fribourg zu erleben (2024), in der Titelrolle von Händels „Giustino“ am Theater an der Wien (2019), sowie als Nerone in „L’incoronazione di Poppea“ an der Royal Danish Opera (2026). Weitere Engagements führten ihn als Shanbo Liang in „The Butterfly Lovers“ zur Victorian Opera in Melbourne (2022), als Orfeo in „Orfeo ed Euridice“ zum Blackwater Valley Opera Festival (2022), als Peleo in Fux’ „Arianna“ zur Styriarte (2022), in der Titelrolle von „Fernando“ zum London Handel Festival (2022), sowie in der Titelrolle von Fay Wangs „Orfeo“ zum Beijing Music Festival (2018). Er gastierte zudem in führenden Konzertsälen wie dem Barbican Centre, dem Concertgebouw, der Salle Gaveau sowie in bedeutenden Häusern Chinas. In Deutschland war er als Adone in Sciarrinos „Venere e Adone“ an der Staatsoper Hamburg (2023), als Alessandro in Händels „Tolomeo“ bei den Händel-Festspielen Karlsruhe (2020, 2022), als Eunuch in Schostakowitschs „Die Nase“ an der Bayerischen Staatsoper (2021, 2022), in der Titelrolle von „Tolomeo“ am Theater Lübeck (2020), als Nerone in „L’incoronazione di Poppea“ am Theater Lübeck (2026), als Oberon in „A Midsummer Night’s Dream“ am Theater Gießen (2023), sowie als Alcasto in „Argenore“ am Theater Münster (2021) zu hören. Am Staatstheater Meiningen ist er nach „Amadigi di Gaula“ erneut zu Gast und als Aeneas in „Didone abbandonata“ zu erleben.