Das hätte Schubert gefallen:
Andreas Teufel
an der Harmonika,
Daniel Fuchsberger
an der Kontragitarre sowie
Peter Hudler
am heißgeliebten Arpeggione verhelfen Franz Schuberts kultigem Klangkosmos zum Revival.
Programm
Mit Fingerspitzengefühl und Musikzierfreude
Im Jahr 1823 wurde in Wien der „Arpeggione“ erfunden, ein Mix aus Gitarre und Cello, für den Franz Schubert eines seiner berühmtesten Kammermusikstücke komponiert hat. Zur selben Zeit entstanden auch die Kontragitarre und das Akkordeon, beide nicht mehr wegzudenken aus der Wiener Schrammelmusik. Mit viel Fingerspitzengefühl und unbändiger Musikzierfreude adaptieren sich Peter Hudler, Andreas Teufel und Daniel Fuchsberger die berühmte Schubert-Sonate und betten sie in die Klangwelt, die sie einst umgab, in die volksmusikalischen Traditionen des frühen 19. Jahrhunderts.
Hingabe und Eigenwilligkeit prägen die Klangwelt des Wiener Cellisten. Barock, Jazz, Wienerlied, Flamenco oder Rock- und Folkmusik – Scheu kennt der Initiator der Konzertreihe „Cello Expansion“ keine und wagt ein mutiges Cross-Over-Experiment nach dem anderen. Solistisch und kammermusikalisch ist er damit gern gesehener Gast vom Wiener Konzerthaus, über das Bachfest Leipzig bis in die Moskauer Philharmonie.
Auf das Klavierstudium in Graz folgte für den Korrepetitor in Wien die Begegnung mit der Knopfharmonika, die er heute auch im Agnes Palmisano Trio spielt. Mit beiden Instrumenten erkundet der gebürtige Wiener Neustädter die Berührungspunkte von klassischer, traditioneller und neuer Musik, die ihn bereits zum Europäischen Liedforum Berlin und zum Soloabend bei Wien Modern führten.
Weltmusik, Wienerlied, Volksmusik, Jodeln, Crossover etc. Die Vita des Salzburger Multiinstrumentalisten besticht mit größtmöglicher Vielfalt. Wenngleich er sich auf Schlagzeug, Marimba und Kontragitarre konzentriert, spielt der studierte Jazzmusiker noch eine Vielzahl weiterer - mitunter exotischer - Instrumente. Querbeet erforscht der Teil-Autodidakt so in unterschiedlichen, authentischen Ensembles globales Musikbrauchtum.
Peter Hudler, Andreas Teufel und Daniel Fuchsberger lassen Schuberts Melancholie, Wiener Charme und Kaffeehausduft im Grazer Minoritensaal wieder erklingen