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Ensemble Oni Wytars

Ensemble Oni Wytars
© Antje Seeger

Ensemble Oni Wytars

Schillernd, tanzend und unglaublich lebendig wachsen die Kulturen zusammen, wenn dieses famose, rund um Marco Ambrosini, Katharina Dustmann, Peter Rabanser, Michael Posch und Riccardo Delfino gruppierte Ensemble die Klänge des Mittelmeerraums zelebriert. Das Elaborierte feiert mit dem Populären ebenso Hochzeit wie das Morgen- mit dem Abendland.

Über die Künstler:innen

Das Ensemble Oni Wytars auf der Bühne

SPITZEN­ENSEMBLE FÜR LEBENSFREUDE

Das Ensemble Oni Wytars existiert seit 1983 und von Anfang an war die Erforschung der Zusammenhänge und gegenseitigen Einflüsse der Kunst- und Populärmusik der Mittelmeerländer ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit. Die Beschäftigung mit den Klängen des italienischen Trecento, den Pilgergesängen aus katalanischen und spanischen Manuskripten des 13. und 14. Jahrhunderts, den Melodien und der leidenschaftlichen Dichtung der Troubadoure und Trouvères brachte es schließlich dazu, sich auch für die Musik der Zeit danach, also der Renaissance und des Frühbarock zu interessieren. Aus diesen Forschungen entstand so ein mediterraner Klangkosmos aus Rhythmen, Melodien und Improvisationen, vom Sonnengesang zur Tarantella, vom einstimmigen Gesang des Mittelalters zur frühbarocken Villanella, gespielt auf Instrumenten, die Jahrhunderte überdauert haben.

CD-Produktionen

Für seine Konzert- und CD-Projekte lädt das Ensemble gern hochvirtuose Musiker aus der Alten und der traditionellen Musik ein. Aus der fruchtbaren Zusammenarbeit mit solchen „Meistern:innen“ ihrer Kunst, wie z. B. der römischen Sängerin Gabriella Aiello, dem sardischen Musiker Luigi Lai (Launeddas), dem in Frankreich lebenden Carlo Rizzo (Tamburello) oder Ian Harrison (Zink, Schalmei, Dudelsäcke) entstanden Projekte wie „Mediterraneum“, „La Follia – the Triumph of Folly“ und „Cantar dʼamore“, alle auf CDs dokumentiert.

Das Ensemble reist quer durch die Welt von Konzerthäusern zu Festivals und umgekehrt. Das WDR Fernsehen hat das Ensemble im Sommer 2007 einen Monat lang begleitet, daraus eine TV-Reportage produziert und auf mehreren europäischen TV-Kanälen ausgestrahlt.

Der Kern des Ensembles sind Marco Ambrosini, Katharina Dustmann, Peter Rabanser, Michael Posch und Riccardo Delfino.

Mitwirkende beim Konzert Mediterraneum in der Styriarte 2022:

Gabriella Aiello
aus Rom, hat traditionellen Gesang an der „Scuola Popolare di Musica di Testaccio“ in Rom und bei Giovanna Marini studiert und ihre Technik bei verschiedenen klassischen Gesangslehrern verfeinert. Sie hat mit zahlreichen Musikern wie Andrea Parodi, Patrizio Trampetti, Raffaello Simeoni, Grazia De Michele, Enrico Capuano, Quartetto Tarè, Nour Eddin, u.a. gearbeitet und singt aktuell mit Nando Citarella im Ensemble „Tamburi del Vesuvio“, im „Ecovanavoce ensamble“, und mit dem Gitarristen Riccardo Medile. Gabriella ist eine Spezialistin für süditalienische Gesangstechniken, vornehmlich aus mündlich überliefertem Repertoire.

Peter Rabanser
aus Innsbruck, erlernte erst klassische Gitarre in Innsbruck, doch schon bald spezialisierte er sich auf osteuropäische, türkische und arabische Zupf- und Rohrblatt-Instrumente und beschäftigte sich intensiv mit der Erforschung europäischer und orientalischer Musiktraditionen.

1983 begründete er mit M. Ambrosini das Ensemble „Oni Wytars“; seither internationale Konzerttätigkeit in Europa, Canada und dem Fernen Osten, CD- und Rundfunkaufnahmen u.a. mit René Clemencic, „Unicorn Ensemble“, „Accentus“ (A), „Oni Wytars“, „Katharco Consort“ und dem „Yalla Babo Express Orchestra“(D), mit dem er 2004 Preisträger des „RUTH-newcomer“ Weltmusikpreises war.

Marco Ambrosini
aus Forlí (Italien), studierte Violine,Viola, Musiktheorie, Musikgeschichte, Komposition in Ancona und Pesaro. 1983 begründete er mit P. Rabanser das Ensemble „Oni Wytars“. Seit 1991 tritt er international als Solist und Komponist in Ensembles für Alte und Neue Musik in Erscheinung. Intensive Arbeit im Bereich des Jazz mit Valentin Clastrier und Michael Riessler, vom SWF wurde er zum Jazz-Newcomer 1993 gekürt.

Internationale Konzerte, zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen in Ensembles für Alte Musik wie „Katharco Consort“, „Oni Wytars“ (D), „Els Trobadors“ (E), „Unicorn“, „Accentus“ und „Clemencic Consort“ (A).

Katharina Dustmann
Nach der Ausbildung zur Tonmeisterin mit Schwerpunkt Audio im Bereich Kunst, Medien und Kommunikation, begann sie mit dem musikalischen Bildungsweg und dem Studium an verschiedenen historischen Holzblasinstrumenten. Anschließend spezialisierte sie sich auf orientalische und mittelmeerländische Percussion. Sie studierte klassisch‐persische Zarb bei Naser Mehraver und Reza Samani in Köln, Rahmentrommel an der Bayerischen Musikakademie bei Glen Velez, Tamburello bei Carlo Rizzo und vieles mehr, wobei sie hier von den vielen wichtigen Begegnungen mit anderen Musikern:innen profitierte.

Seit 1988 weltweite Konzerttätigkeit, CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen.
Als Solistin oder als Mitglied in festen Ensembles spielt sie u.a. bei „Ensemble Syn.de“, „Ensemble Kapsberger“, „Ensemble Unicorn“, „Accentus“, René Clemencic, „Freiburger Barockorchester”, „Ensemble Renaissance Hamburg” „Armonico Tributo“(A), „Ensemble Lull“ (E), Rias Kammerchor, „Ars Choralis Köln“ und „Grete Pedersen-Projekt“. Sie ist Mitbegründerin vom Tonstudio „Studio Katharco“ und leitet dort seit 1991 verschiedene Musiktheater- Produktionen, sowie filmische- und multimediale Projekte.

Michael Posch
studierte Blockflöte am Kärntner Landeskonservatorium und den Hochschulen für Musik in Wien und Trossingen (D). Meisterkurse bei Frans Brüggen und Walter van Hauwe. Seit 1984 CD-, Rundfunk- und TV-Aufnahmen sowie internationale Konzerttätigkeit in Europa, Kanada, Taiwan, Iran, Israel und dem Vorderen Orient.

Seit 1991 ist er Leiter des Ensembles „Unicorn“ und gastiert u.a. in den Ensembles „Accentus Austria“, „Clemencic Consort“ (A), „Lad“ (Moskau), „Katharco Consort“ und „Oni Wytars“ (D). Er arbeitet in barocken Opernprojekten in Zusammenarbeit mit N. Harnoncourt und als Interpret moderner Blockflötenmusik mit den „Österreichischen Kammersymphonikern“. Seit 1994 unterrichtet er Blockflöte an der „Konservatorium Wien Universität” und ist dort auch Vorstand der Abteilung für Alte Musik.

Riccardo Delfino
aus Krefeld (D). Nach seiner Klavier- und Celloausbildung beschäftigte er sich intensiv mit europäischer Folklore und dem entsprechenden Instrumentarium. Seit 1982 spielt er in verschiedenen internationalen Ensembles für Alte Musik wie „Oni Wytars“ (D), „Convivium Musicum“ (S), „Le Concert Spirituel“(F) „Unicorn“ und „Accentus“ (A).

1990 absolvierte er die Musikhochschule in Göteborg mit dem „University Certificate in music“ für Bordunmusik. Drehleierstudium bei V. Clastrier und E. Girardon; französischer Dudelsack bei J. Blanchard. Theatermusiker in Schweden, internationale Konzerttätigkeit u.a. mit „Clemencic Consort“ (A), zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und CD-Aufnahmen

Peppe Frana
aus Salerno (I). Nach einer intensiven Jugend an der E-Gitarre in seiner süditalienischen Heimat packte ihn mit 20 das Interesse an der außereuropäischen modalen Musik. Bei Ross Daly begann er ein Studium der türkischen Oud und anderer Cordophone, die mit einem Plektrum gespielt werden. Auf häufigen Reisen nach Griechenland und die Türkei besuchte er renommierte Meister wie Yurdal Tokcan, Omer Erdogdular, Murat Aydemir, Daud Khan Sadozai und Ross Daly selbst.

Das Ensemble „Micrologus“ weckte sein Interesse an europäischer mittelalterlicher Musik und an der Plektrumlaute. 2013 studierte er mittelalterliche Laute an der Schola Cantorum Basel bei Crawford Young, und wurde bald zu einem der geschätztesten Solisten und Lehrer, spezialisiert auf italienisches Trecento-Repertoire. Seitdem arbeitet er regelmäßig mit vielen Künstlern in Musikprojekten der Alten, östlichen und nicht-klassischen Musik, darunter Ens. Micrologus, Ens. Calixtinus, Cantsilena, Christos Barbas, Ross Daly, Vinicio Capossela, Radiodervish und Angelo Branduardi, mit denen er auf den renommiertesten Festivals in Italien und auf der ganzen Welt zu sehen ist. Er ist künstlerischer Leiter von Labyrinth Italia.

Carlo Rizzo
ist ein italienischer Perkussionist, der sich besonders auf das Tamburello, eine süditalienische Form des Tamburins, spezialisiert hat. Er erlernte die Technik des Tamburellospiels bei Alfio Antico. Zwischen 1991 und 1993 unterrichtete er an der Pariser Universität traditionelle italienische Musik. Rizzo entwickelte eigene Formen des Tamburello, die er auch selbst herstellt. Er ist Mitbegründer und festes Mitglied einiger Ensembles, von traditioneller Musik bis zeitgenössischem Jazz, wie u.a. „Carlo Rizzo Trio“, „Tambour Quartet“, „Alla Francesca“, „Gira-Gira-Gira“, „Acqua di cielo“, „Duo Rosse - Rizzo“, „Banda unica“, „Oni Wytars“.

Andere Künstler:innen