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Wie kam die Schöpfung in die Welt?

Mann steht vor Sternenhimmel
© Lanju Fotografie

Musik.Geschichten Episode #2
2.4.2021 - 28 min.
erfragt von Katharina Schellnegger, erzählt von Karl Böhmer


Das Team der Marssonde Peserverance schreit vor Begeisterung. Haydn ist still, so beeindruckt ist er. Dazwischen liegen fast 230 Jahre. In beiden Fällen geht’s um den Blick in neue Welten, einmal auf den Mars, einmal auf Uranus.
Nach einer anstrengenden Saison in London macht Haydn ein bisschen Urlaub in Bath und besucht die Herschels, durch deren Teleskop erstmals der Blick auf Uranus möglich wurde. Als Haydn durch das Teleskop sah, war er wohl total geflasht. Vielleicht nicht nur wegen Uranus, sondern auch von den Gesprächen mit den Herschels über die Entstehung der Welt.
Diesen Blick in die Weiten des Kosmos, Händels Mega-Oratorien in der Westminster-Abbey und seine eigene Frömmigkeit packt er in ein Werk, das ihn zum Superstar macht. Klar, denn die Geschichte ist unschlagbar: Es geht um die Schöpfung. Haydn erzählt in seinem Werk, wie Gott in 6 Tagen die Welt erschuf. Und das Publikum kriegt sich fast nicht mehr ein, vor Begeisterung.

In dieser Ausgabe sprechen wir darüber, wie Haydns Schöpfung in die Welt kam und was darin alles zu hören ist – vom Uranus bis zum damaligen politischen Geschehen.

Dieser Podcast entstand rund um eine Film- und Musikproduktion aus dem Hause styriarte:
recreation-GROSSES ORCHESTER GRAZ spielt Haydns Schöpfung in einer 70-Minuten-Fassung.

Die Musik in diesem Podcast:

Joseph Haydn: Die Schöpfung. Oratorium für Soli, Chor und Orchester in drei Teilen.
Gekürzte Fassung von Andreas Stoehr

Interpreten:
Tetiana Miyus, Franz Gürtelschmied, Ludwig Mittelhammer
chor pro musica graz (Einstudierung: Gerd Kenda)
recreation – GROSSES ORCHESTER GRAZ
Konzertmeister: Harald Martin Winkler

aufgenommen am 15. März 2021 im Stefaniensaal, Graz

Im Podcast wird erwähnt:

Wilhelm Herschel und seine Schwester (!) Caroline Herschel (Sie wurde im Podcast fälschlicherweise zu seiner Frau gemacht.)

Gottfried van Swieten und John Miltons episches Gedicht Paradise Lost
Van Swieten hat den Text für Haydns Schöpfung erarbeitet und dabei auch Miltons Gedicht verwendet.

Der brandneue Aufsatz über Haydns Konzertsäle:
János Malina, Performance Venues for Operas and Symphonies directed by Joseph Haydn: A Revaluation
In: Theatre Spaces for Music in the 18th Century Europe, erschienen bei Hollitzer, 2020

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